Peer Pressure is a Bitch!

beschreibung

Kleine Erinnerung an eine spannende Protestaktion vor ein paar Jahren…

Knapp 150 Kommentare zu meinem letzten Eintrag hier im Blog und auf Facebook zeigen deutlich, dass ich da wohl einen wunden Punkt angesprochen habe, der nicht nur mir am Herzen liegt. Die Folgediskussion war zwar spannend, versteifte sich dann aber auf Nebensächlichkeiten (wie leider so oft). Denn wer nach dem Lesen meines letzten Beitrages geglaubt hat, wir wären überzeugt mit einer gestrichenen Regelwerks-Fähigkeit alle Probleme des ConQuests lösen zu können, sollte den Blogeintrag lieber noch einmal lesen ;-). Kommen wir also auf den Punkt zurück, der die Wurzel des Problems ist.

Wie ich schon letzten Herbst geschrieben habe, finden sich auf dem ConQuest seit ein bis zwei Jahren vermehrt zwei unangenehme Trends wieder: Der Passiv-Larper („ich schau nur zu, bitte spiel mich nicht an“) und der Fun-Larper („ist doch nur spass, ich bin nur zum prügeln und saufen hier“). Die ausführliche Diskussion bei uns im Team führte zu der Entscheidung, gegen beide Probleme mit der selben Taktik vorzugehen: Das Liverollenspiel an sich auf dem ConQuest of Mythodea stärker zu fördern (tragisch, dass das nötig ist… ist aber so). Und ein kleiner Aspekt davon ist halt auch das Regelwerk der Veranstaltung.

In einer perfekten LAPR Welt bräuchten wir im Grunde keine Regeln. Nur leider gibt es das perfekte LAPR nicht und besonders Großcons wie das ConQuest sind weit davon entfernt ohne Regeln auszukommen. Einfach, weil es viel zu viele Leute gibt, die überzeugt sind darum kämpfen zu müssen, mehr Spaß im Spiel zu haben als andere. Oder weil sie das Spiel bzw. darin enthaltene Gefahren nicht mehr ernst nehmen, da ihrem Charakter ja „nichts passieren kann“. Nur leider merken sie nicht, dass sie sich damit auch das Abenteuer und den Nervenkitzel wegnehmen. Ganz zu schweigen davon, dass sie anderen oft den Spaß an der Sache verderben. Es gilt also, den Gedanken „ich bin hier auf einem LARP und sollte mich entsprechend verhalten“ wieder in die Köpfe der Leute zu bekommen.

Kleine Änderungen wie etwa häufigere Hinweise durch Spielleiter oder im Regelwerk werden nicht dazu führen, dass Treffer in Kämpfen besser ausgespielt und gezählt werden. In vielen anderen Spielsituationen jedoch wird sich hoffentlich der eine oder andere deutlicher bewusst, dass er gerade anderen das Spiel verdirbt oder schlicht und einfach betrügt – zum Beispiel in dem er eine Verwundung nicht auch nach der Schlacht ausspielt, mal eben „doch noch genug Magie(punkte) hat“ und so weiter. Und vielleicht ist das schlechte Gewissen dann stark genug, dass er sich gegen Schummeln entscheidet. Ganz eventuell merkt er dann auch, dass er dadurch wieder verstärkt den Nervenkitzel spürt, wegen dem er ursprünglich auf ein Abenteuer-Con gefahren ist.

Natürlich sind alle Anregungen, die wir bieten können – das Regelwerk, diese Blog-Einträge hier, ein Vermerk auf dem Event-Guide, usw. usf. – insgesamt nicht genug, um die Welt zu ändern. Gutes Spiel werden wir nicht „von oben“ erzwingen können, ganz egal wie wir das Regelwerk umschreiben oder wie präsent unsere Spielleiter sein werden.

Aber wir können als Team und Veranstalter ein Zeichen setzen und betonen, wie wir uns das Spiel auf unserer Veranstaltung wünschen bzw. was unerwünscht ist. Ich bin überzeugt davon, dass das ConQuest mehr ist, als die Versammlung der 7000 größten Idioten Deutschlands, die nur hin fahren um bei Rüstungspunkten zu schummeln. Vielmehr glaube ich an folgendes Rechenbeispiel:

Auf dem ConQuest sind 7000 Spieler. 1000 davon versuchen trotz aller Widrigkeiten stimmiges und konsequentes Spiel durchzuziehen. 1000 andere wollen eigentlich mit Rollenspiel nichts zu tun haben und sind nur wegen dem Flair, Schlachten oder Saufen da (und wenn ich sie aussieben könnte würde keiner von ihnen ein Ticket bekommen). Die 5000 dazwischen schauen sich an was um sie herum passiert… und lassen sich leider all zu oft von den 1000 Nicht-Rollenspielern davon überzeugen, auf einem „Wakken-in-Platte“ zu sein.  Und die paar wenigen unter Euch, die vielleicht genug Arsch in der Hose hätten aufzustehen und zu sagen „Hey, das ist echt Mist was Ihr da tut!“ fühlen sich dabei nicht unterstützt – weil ja offensichtlich der Veranstalter selbst diese Entwicklung gut heißt.

Und genau hier möchte ich ansetzen. Wir heißen dieses Verhalten nicht gut. Wir wünschen uns durchgehendes Spiel ohne große OT Blasen. Wir wollen spannende aber faire Schlachten und einen toleranten Umgang untereinander. Wir wollen ein Liverollenspiel!

Unser Team wird sich ab diesem Sommer verstärkt dafür einsetzen, dass das ConQuest wieder zu einem LARP mit Festival-Größe wird und nicht als Festival mit kleinem Rollenspiel-Anstrich endet. Mal sehen ob ein paar von Euch mitziehen, oder ob schon alle aufgegeben haben.

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49 Gedanken zu “Peer Pressure is a Bitch!

  1. Pingback: „LARP mit!“ « Conquestofmythodea's Blog

  2. Ich bin mir nach langem lesen nicht sicher, welche Art von Spielern hier überhaupt gemeint sind. Das Thema wechselt von Pappnasen, die sich nicht an Regeln halten, über Powergamer zu übermäßigem Alkoholkonsum.
    Wie Andreas, Gregor und Henning es schon gesagt haben, bringt eine Regeländerung nichts. Die Schuld dem Alkohol zu geben ist auf schwachsinn.
    Ich bezweifle auch, dass es so viele sind und habe selbst nur wenige erlebt, die mir durch zu viel Alkoholgenus negativ auffielen.
    Wahrscheinlich bin ich in manchen Augen sogar ein Teil von dem „Haufen“, da mein Charakter kein strahlend weißer Held ist, der in ersten Reihe steht und mich nicht für den Allgemeinplott verbiege. Ja ich trinke sogar Bier und hab auch mal um 2 oder 3 Uhr nachts eins zu viel. Der Unterschied ist wohl, dass ich nie in einer OT-Blase bin, Leute betrunken belästige und bei zu viel Alkohol kein Schwert mehr anfasse.
    Ich spiele meinen Charakter schon lange vor FDK und gehöre eher zu der Störtebeckerfraktion.
    Schusswaffen setzte ich möglichst nicht oder nur gegen „Gleiches“ ein. Mein Charakter ist also kein Krieger; warum muss man sich dann hier anhören, dass man nur rumsitzt und säuft? Ich glaube ich spiele mehr, als alle Helden, die sich ihr Kettenhemd überwerfen um mal wieder der 12 Uhr Bedrohung auf die Schnauze zu hauen.
    Ich behaupte mal, dass es nur 500 totale Deppen gibt, denen man nur mit einem extremen Aufgebot an Spielleitungen herr werden kann.
    Die Regeländerungen betreffend Regeneration wird nur die falschen treffen.
    Ich würde mich natürlich freuen, wenn ich nicht mehr vor der OT-Blase davon laufen müsste, die ich allerdings oft erst nach 1 Uhr antreffe.
    Ich kann aber ganz gut dem Problem aus dem Weg gehen und es ignorieren oder es ins Spiel zu integrieren: „hey, wie machst du das mit den gekreuzten Händen und das durchlaufen einer Mauer?“, „ein federleichtes Mithrilschwert, wie?“ oder „Lederrüstung aus Drachenhaut oder?“.
    Trotzdem werde ich wohl weiterhin eher einen Klappstuhl zu der Endschlacht mitnehmen, als mich da mit 10:1 in die Reihe zu stellen und möglichst schnell viele Schläge von oben auszuteilen.

    Der Anfang der Disskusion war zwar gut, wie die Umsetzung aussehen wird, werden wir sehen…wünsche mir nur nicht über einen Kamm geschoren zu werden und lade jeden ein, sich von unserem Spiel zu überzeugen. Was wir allerdings genau treiben, kann ich ebenso wenig verraten, wie es wohl die Diebesgilde hier tun würde.
    Trotzdem verstehe ich die Aufregung wegen der 500 Deppen nicht ganz. Ignorieren oder notfalls melden, wenn es zu schwerwiegend ist.

    Wo wir schon bei Regeln sind…warum soll man sich auf unsicher fühlen, wenn Meucheln so gut wie unmöglich ist?
    Naja, ohne Regi sollte es ja auch so gehen!
    Wenn wir damit anfangen schlecht gewandete Spieler ausschließen und Alkohol verbieten bin ich doch bitte für eine Ausweitung für Zigaretten, Heavy Metal Musik, Dudelsack, dämliche T-Shirts, Kämpfe bei Nacht…

    Ich finde es ja immer wieder lustig verschiedene Wesen zu sehen oder auch mal Amazonen mit Kettenhemd-BH. Solche Dinge machen das Spiel bunt. Gleiches ist für die 500 Deppen anzuwenden. Bin jedenfalls gegen einen Einheitsbrei.

    So, und nun Asche auf mein Haupt!

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    • Moin Stromp,

      Ich hab das Gefühl, du schmeißt in deinem Kommentar meinen ursprünglichen Beitrag und alle Folgekommentare über einen Haufen und bewertest das alles zusammen. In meinem Blogeintrag ging es ja im Grunde nur um „Nicht-Rollenspieler“.

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      • Nein, das sicher nicht und wollte auch nicht, dass das so rüber kommt. Ironie ist im geschriebenen Wort manchmal schwer zu erkennen.
        Jedenfalls im Gegensatz zu vielen anderen kann ich lesen oder es kommt mir nur sehr stark so vor, als ob das Thema sich gedreht/geändert hätte.

        Mir sind solche Leute, die scheinbar in einer OT-Blase von Kampf zu Kampf hetzten, auch schon oft aufgefallen. Einige sehr bekannte konnte ich sogar durch striktes InTimeplay „bekehren“.
        Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie ihr es umsetzen wollt!
        Wir selbst begrenzen die OT-Blasen im Grunde auf die Mahlzeiten bzw. dem Kochen und natürlich nur, sofern wir unter uns sind.
        Für den Nervenkitzel sorge/n ich/wir Seefahrer oft selbst. Von der restlichen Spielerschaft erlebe ich ihn eher ab 2 Uhr nachts zwischen den Lagern durch die halbbesoffenen Räuber, Orks und anderes Kruppzeug oder wenn ich auf der Toilette/Dusche angespielt werde…

        Ich hätte vielleicht ein paar Vorschläge, die mir gerade durch den Kopf schweben:
        1. NSC die in ihrer „Freizeit“ die Stadt oder Lager besuchen bitten eine Rolle zu spielen ohne dabei in eine OT-Blase zu verfallen, wenn andere Spieler in der nähe sind bzw. zuhören können und diese eventuell auch durch ein Logbuch (falls es sich daraus eine Spielinteraktion ergibt) zu verwalten.

        2. Nehmt negative Eigenschaften in euer Regelwerk auf. Ein guter Rollenspieler hat die zwar auch schon so, doch viele „normale“ Spieler sehen darin eher eine Behinderung und spielen dadurch oft nur sich selbst. Negative Eigenschaften bereichern einen Charakter, da sich der Spieler damit ständig auseinander setzen muss und so neue Charakterzüge erzeugt. Eine schöne Umsetzung hierfür findet man im LiveQuestRegelwerk von Holger Lange und Lars Wächtershäuser. Dort kann man sich negative Eigenschaften nehmen, die einem zusätzliche Punkte geben.
        Vielleicht sieht man dann auch mal hier und da echte Angst vor Untoten und nicht nur Helden. Ich bin schon von einigen Cons geflohen, da die Spieler plötzlich gegen eine Übermacht oder direkt gegen Götter kämpfen mussten. Klar will jeder dort gerne ein Held sein, doch sollte man sich fragen, ob dies um jeden Preis passieren sollte und ob man dafür seinen Charakter verbiegen will. Bestes Beispiel dafür war bei mir ein Con, auf dem durch die Spieler Blutmagie benutzt werden sollte um nach Hause zu kommen. Das dafür ein Dämon gerufen und wieder getötet werden sollte für sein Blut, welches in dem Ritual verwendet werden sollte, störte die Helden und Paladine irgendwie nicht.
        Ein änliches Problem hatten wir bei den zunehmenden Seefahrern, welches wir durch das Einführen eines Leitfadens gelöst haben.

        3. Aufklärung! Verpackt Aufklärung zum Beispiel in Vorführungen wie die Videos der Teflon-Larper von „Tyren Nightfire´s Kriegskunst“ oder „die Jan P. Story“. Auch hilfreich wäre ein Schaukampf-workshop. Wer einmal ein echtes Schwert in der Hand hatte und ein paar Schläge damit gemacht hatte, weiß was möglich ist im Spiel und was nicht.

        Da ich selbst schon mehrere kleine und große Cons veranstaltet habe, weiß ich natürlich wie viel Arbeit dahinter steckt. Allein durch den Umzug der Stadt auf die Wiese, das einbeziehen der Händler in das Spiel und das verschwinden/verstecken von Strahlern und Pavillons hat bereits eine riesige OT-Blase verschwinden lassen. Bei Neulingen, Schlachtenconliebhabern (allein um der Schlacht wegen) und Papnasen ist es schon schwerer. Bei uns am Captains Stübchen können wir natürlich eine Sichtkontrolle machen… vielleicht hilft hier:

        4. „starker Verbündeter/Freund“; eine Option für Neulinge bei der sie Anschluß an eine andere Spielergruppe bekommen, die den Part des „großen Bruders“ übernehmen und etwas zeigen, wie gutes Spiel aussehen sollte/kann. Wie die Umsetzung aussehen müsste, das bedarf natürlich weiterer Überlegungen.

        Es bleibt jedenfalls ein schwieriges Thema.

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  3. Man kann noch so viele Regeln aufstellen. Ein Regelwerk hat nur dann eine Chance von einem Großteil gelesen zu werden, wenn man es auf eine Seite packen kann. Davon ist das Conquest aber sehr weit entfernt. Die Spieler, für die irgendwelche Regeln geändert werden sollen, weil sie das CoM mehr als Festival denn als LARP sehen, werden sich sicherlich nicht die Mühe machen mehre dutzende Seiten durchzulesen.

    Dennoch verstehe ich, dass sich die Orga diesen Schritt nicht traut. Kann man immerhin keinen Spieler wegen einer Sache, die nicht im Regelwerk geregelt ist und er sie frei ausgelegt hat, „dran kriegen“.

    Alles im allem: Ein AGB Problem.

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  4. Took a bit of time for me to translate this (seems I missed the bulk of the conversation) so sorry for the delay…but I must say I totally applaud the sentiment behind the post. Mythodea has the opportunity to be not only the largest larp in the world but the best. I love the simple, streamlined rules of the event and I keep trying to convince more UK larps to move in this direction but in my opinion there must still be SOME rules to keep a consistent and believable game world. There has to be a social contract all players agree to. Otherwise things run the risk of degrading into a fest filled with papnase larp tourism. Stay true the dream. Keep Mythodea a compelling experience!

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  5. Ich denke, daß sowohl ein Alkoholverbot in den Tavernen als auch ein Betrugsverbot in den Regeln nicht wirklich viel bringen. Im Gegenteil: Sie sorgen dafür, daß primär die Leute bestraft werden, die sich an die Regeln halten. Den anderen sind nämlich auch die neuen Regelungen egal.
    Anders ausgedrückt: Wer wird mit fehlender Regeneration verbluten? Die „Powergamer“ oder die „guten Rollenspieler“?

    Andererseits finde ich es gut, daß die Orga in Bezug auf den Festival-LARP-Charakter (endlich) eine klare Position bezieht.
    Obwohl ich als Barde stereotypisch eigentlich aus Prinzip für Festival, Publikum und Alkohol sein müsste, finde ich, daß diese Punkte das Conquest wirklich sehr zu einem Spaß-Larp haben werden lassen. Tavernen abschaffen oder Alkohol verbieten hilft da nur bedingt, denn die betrunkenen sind leider nur ein kleiner Prozentsatz derer, die das LARP zum Festival werden lassen.

    Wie weiter oben schon angesprochen wurde, ist das Hauptproblem eher bei denen zu suchen, die die Bedrohung nicht ernstnehmen. Nur fürs Treffen von Freunden aufs CoM zu fahren, ist durchaus legitim — aber man sollte zumindest den Anstand haben, sich über den Hintergrund zu informieren und die Bedrohung nicht vollkommen vorbeirauschen lassen. Man muß ja nicht dem Plot folgen … aber Angst vor den NSC darf man doch trotzdem haben, und das ist weder schwer auszuspielen noch meiner Meinung nach zuviel verlangt.

    Da muß ich auch wieder aus Bardensicht anmerken, daß man, wenn man darüber mal genauer nachdenkt, einen ziemlichen Konflikt in den Charakter bekommt, zwischen „Fröhliche Stimmung verbreiten in den Tavernen“ und „Danach mit zitternden Knien und geducktem Haupt nach Hause gehen“. Aber das macht es aus, darum sind wir Barden auf dem Conquest und nicht Musiker auf der Bühne im Pub.

    Allerdings sind mir, ebenfalls als Barde und damit Stadtspieler, zwei Dinge aufgefallen, die die Atmosphäre extrem stören und recht einfach vermieden werden können:

    Ad Unum: Spaßkonzepte.
    Ich erinnere mich an dieser Stelle an „lustige“ Dinge wie dem Versuch, einen Mitspieler mit Kokosnußhälften als Pferd einzuchecken, Herumschleichende Comicfiguren (Bislang gesehen: Obelix, Asterix, Der Rosarote Panther, Spiderman mehrfach, Spiderschwein), „süße“ Katzenwesen, die so gar nichts von einer Katze haben außer der Gewandung und der Geräusche, Dämonen mit süßen Plüsch-Flügelchen oder aber auch übertriebenes Kenderspiel (Kender sind frech, nicht albern!),

    Gut, die Abstufungen sind auch hier sehr grau und nicht schwarzweiß … aber wenn beim Checkin das eine oder andere Charakterkonzept mal hinterfragt würde, oder aber bei zu extremem Auftreten die Spielleiter einfach mal „allgemeine Verkehrskontrollen“ machen, ob der Spieler gerade einen eingecheckten Charakter oder einen (imho nicht erlaubten) „Zweitcharakter“ spielt, kann da schon einiges ausgehebelt werden.

    Ad Sekundum: Gewandungsnazitum
    Ich finde dafür einfach kein besseres Wort.

    Diese Gruppe praktiziert quasi das andere Extrem, was dem einen oder anderen komplett das Spiel versaut. Wenn Einsteiger oder nicht so gut betuchte Rollenspieler versuchen, Rollenspiel zu betreiben, aber aufgrund ihrer Lederhose als Pappnase ignoriert werden, dann bleibt sehr viel Spiel auf der Strecke. Gerade Leute, die das mit dem Rollenspiel mal probieren wollen, werden so recht fix abgeschreckt.

    Es ist nunmal so, daß sich nicht jeder Gewandung in höchster Qualität leisten kann („Sogar das Schaf ist selbst gezeugt!“). Da eine Art Geldadel im LARP aufzubauen, quasi „Profi-Gewandungsspieler unter sich“, schadet dem allgemeinen Zusammenspiel mindestens genauso sehr wie die Comicfiguren.

    Nur meine 5 Kupper …

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  6. Ich finde es lobenswert, das Live-Adventure sich die Meinungen einer Minderheit, so traurig das auch erscheinen mag, zu Herzen nimmt und aktiv versucht, mit den Mitteln, die ihnen als Veranstalter zur Verfügung stehen, einige Mißstände zu beheben, um die Veranstaltung wieder interessanter zu gestalten.

    Es wäre auch Utopie davon auszugehen, dass von jetzt auf gleich alles anders und besser werden würde. Doch wie verändert man ein großes Ganzes?

    Ich denke, um eine Veränderung zu erwirken, muss erstmal der Stein ins Rollen gebracht werden, die Bereitschaft signalisiert werden „Ja, wir wollen Veränderung!“.

    Es sind zunächst kleine Schritte, kleine Details, die verändert werden müssen, um eine Basis zu schaffen für weitere größere Veränderungen. In unserer Rollenspielgruppe machen wir gerade eine recht ähnliche Entwicklung durch: Wir schaffen Rahmenbedingungen, kleine Einschränkungen, eigene (Verhaltens-) Regeln um eine Basis zu schaffen, damit man miteinander als homogene Gruppe spielen kann, auch wenn man sich vielleicht erst wenige Stunden kennt.

    Keine leichte Aufgabe, aber machbar. *smile*

    Ich freu mich in jedem Fall und kann diese Entwicklung nur gut heißen.

    Gruß Josh

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  7. 5000 Menschen Alkohol verbienten, weil 500 damit nicht umgehen können. Ja! Das ist Deutschland!
    Danach verbieten wir Rüstungen, weil einer damit in die generische Reihe rennt und Polsterwaffen, weil einer trotz offensichtlichem Defekt weiterkämpfen wollte.

    Es ist an der Zeit Anreize zu schaffen für die, die Rollenspiel betreiben wollen (sind ja schließlich auf einem LARP!) und es denen Festival-Fans unattrakiver zu machen.
    Das hierfür gute Ideen gebraucht werden und es nicht leicht wird ist mir klar, aber wer hat denn hier behauptet, dass das Leben leicht wären?!? 😉

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    • Der Veranstalter scheint hier allerdings eine andere Schiene zu fahren. Anstatt Anreize für Rollenspiel zu schaffen, wird mittels Rundumschlag verboten, kein Rollenspiel zu betreiben. (übertrieben ausgedrückt).

      Ob das die richtige Entscheidung ist gegenüber zahlenden Kunden … Meiner Meinung nach, wie der von gar nicht mal so wenig anderen postern, nicht, aber der Veranstalter wird sich schon was dabei gedacht haben.

      Von einem generellen Alkoholverbot auf Con hat der Veranstalter hier im Übrigen nichts verlauten lassen. Das kam von Herrn Dahlmann, dessen Ausführungen ich nicht zustimmen kann.Blog

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      • @DD
        Lies nochmal meinen Beitrag in Ruhe, versuche die Argumentation in diesem und meinen Beiträgen des letzten Blogs zu verstehen, vergleiche diese mit dem von dir zitiertem Blog und dann erkennst du eventuell die Unterschiede.

        @B.
        Leider kann ich aus den bisher veröffentlichten Texten, keine Anreizschaffung erkennen, sondern bisher wurde über eine Regeländerung geschrieben. Wenn man nichts äußert, ist es in der Tat schwer, zu wissen, wieviel Hirnschmalz irgendwo hineinfließt. Des Weiteren, habe ich nirgends unterstellt, es gäbe keine, ich schrieb, es SCHEINE so (weil nur bestätigende, aber keien gegenteiligen Beweise erbracht wurden), als habe sich die Orga für einen anderen Weg entschieden. Wenn dem nicht so ist, um so besser für die Spieler.

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  8. Das klingt jetzt gerade so, als wäre der Alkohol schuld daran, dass auf dem CoM kein Rollenpiel stattfindet – das ist ein wenig einseitig, oder? Muss man wirklich 6000 Leuten ihren Wein/Ihr Bier/ihren Met beim abendlichen Gesang im Lager verbieten, in der Hoffnung, nun alle „Con-Säufer“ vertrieben zu haben?
    Halte ich für übertrieben und zu autoritär!

    Dazu kommt, dass ich mit Betrunkenen kaum Probleme habe – Ob die „lustigen“ Stimmungskiller-Schmierereien am Doerchgardt-Wall alle nur auf Alkohol zurückzuführen waren? Was meiner Meinung nach eher das CoM verdirbt sind die Clowns-Konzepte, die in Kunstplüsch durch die Gegen hüpfen und behaupten sie wären… ja, was auch immer eben, die Superhemden im Piratenhemd namens „Leif Coolson“ mit den beiden Riesenschwertern, oder gleich die „Damen“ die meinen sie wären bei Dorffasching und müssten ihre Titten aus dem Stahl-BH quellen lassen um die Blicke gaffender Deppen zu erhaschen (Die Deppen haben Mitschuld!) und sich sexy zu fühlen, die Leute die meinen ihr Iglu sei am Lagereingang durchaus akzeptabel platziert usw. usw.

    Was das CoM braucht ist kein striktes Alkoholverbot, sondern eine allgemeine Qualitätssteigerung bei den SC und ihren Gewandungen plus eine striktere Rauswurfpolitik gegenüber denen, die mit Alkohol offensichtlich nicht umgehen können.
    Es ist keine Garantie und ich fordere auch keine hohen Standards – aber oftmals sind die Störenfriede doch von ziemlich klischeehafter Erscheinung (oder kommt es mir nur so vor?)
    .
    Leider würde das bedeuten, dass man mehr Kontrolleure (SL) braucht und weniger Einnahmen hat – weil ja weniger Spielerkarten verkauft würden (und eventuell weniger Frostmourne-Schwerter…).

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  9. Ich schließe mich den meisten meiner Vorrednern an, muss aber hinzufügen, das schlechtes oder gar kein Spiel nicht allein am Alkohol festzumachen ist. Die Taverne ist nicht umsonst Anlaufpunkt um sich zu informieren, für manche Plots muss man sogar in den „Mad Goblyn“ oder dergleichen. Wo lassen sich besser Söldner anwerben, zwielichtige Leute bespitzeln als bei einem kühlen Bier (wahlweise natürlich auch alkoholfrei, aber mMn nicht verpflichtend!)
    Wie bei fast allem gilt: In maßen, nicht in Massen genießen.

    beste Grüße
    Moe, der sich über alle maßen aufs CoM freut, und hofft, das die guten Spieler nicht das Maß voll haben, sondern andere motivieren maßvoll zu spielen.

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    • Ich weiß nicht, wie häufig ich schon im Mad Goblyn oder in anderen Tavernen gesessen hab, Moe, und das bis heute nicht wegen des Alkohols, sondern des Spieles und des Ambientes, der Stimmung dort. Ich gehe nur bevorzugt dann, wenn die ersten unkontrolliert rumzugröhlen beginnen – das macht alles kaputt.

      Leider kann man sein Zelt nicht genauso versetzen wie man etwa die Taverne verlassen kann, wenn wieder jemand sich nicht beherrschen konnte und in unmittelbarer Nachbarschaft dann ohne Kontrolle ist.

      Leider habe ich bemerken müssen, daß dieses Verhalten nicht nur auf dem CoM zugenommen hat, sondern auf anderen großen Cons auch und sich immer mehr einbürgert. Auf kleineren Cons kann Orga oder SL viel besser eingreifen, aber was soll sie auf solchen großen Cons tun. Dann ist da noch der Punkt, daß auf kleineren Cons solches Verhalten wie etwa PassivLARPen und saufen, noch ignoriert werden kann, weil es halt nur eine Handvoll sind …. aber auf dem Conquest hat der Prozentsatz so stark zugenommen, daß es für einen, der wegen des LARPENS, wegen des SPIELES dort hinfährt und Geld bezahlt, wirklich langsam keine Spaß und keinen Sinn mehr macht.

      … und nun verrate mir, lieber Moe, wie Du Deinen letzten Satz meinst? Dar fich zu Dir kommen und mich verarzten lassen, wenn mit einer, der sich kurz vor die Besinnungslosigkeit gesoffen hat, mit ner Bierflasche zuschlägt? Wie sollen wir Leute, die auf der Con gar nicht spielen, sondern sich lieber volllaufen lassen wollen, motivieren. Ist mir zu gefährlich … da bleib ich lieber zu Hause!

      Achso: Fabian, danke für Deine lieben Worte und danke für eure Bemühungen, es für die richtigen LARPer wieder attraktiver zu machen. Ich sehe nur leider keine Lösung für das Problem, außer ggf. noch daß CoM für ne Weile auszusetzen und mit denen weiterzumachen auf ner kleineren Con, die auch auf den SiedlerCons zu finden sind. Radikalschnitt!

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      • Hallo Faron,

        In Maßen Alkohol genießen, und sich nicht die Hucke vollsaufen. Das bedeutet mein letzter Satz. Eine Diskussion über Alkohol an sich vom Zaun zu brechen genügt mir schon in den Ausschüssen in den deutschen Landtagen. Die einen sagen, Alkohol gehört zur deutschen Kultur, die anderen Sagen, es gehört zur deutschen UN-kultur genau wie „Geschäftsessen die keine sind“.
        Für mich gehört LARP und Alkohol nicht unmittelbar zusammen. Wirklich nicht. Für mich gehört aber LARP und Taverne zusammen. Und auch auf Großcon findet man gottseidank noch genug Ecken in Jeder Taverne, in denen tolles Rollenspiel stattfindet. Ich habe viele Spieler erlebt, die erst nachdem sie mit jemandem in der Taverne bei einem Bier saßen angefangen haben zu spielen, weil sie davor zu verkrampft oder reizüberflutet oder sonstiges waren. Ich möchte den Alkohol nicht lobpreisen – Aber deine Antwort hört sich für mich so an, als hätte Alkohol im LARP nichts verloren. Das hemmungslose Besäufnisse mit besagten Schlägereien) da nix verloren haben ist für mich logisch. Aber die haben auch in einer Disko, Kneipe oder sonst wo nichts zu suchen. Ich lass mir nur meine 1, 2 Feierabendbier nicht verbieten – die gehören für mich sehr wohl dazu. Sowohl zu meinem Charakter, als auch in eine Taverne. Es gibt gottseidank auf Großcons Teehäuser, in denen kein Alkohol ausgeschenkt wird. Ich finde das wirklich ausreichend – Eine explizit alkoholfreie Taverne macht für mich keinen Sinn. Außerdem kann ich neben all den Schnarchenden, Odin-Brüllenden oder ständig Klangschalen oder Gongs benutzenden Nachbarn viel besser schlafen, wenn ich meinen Hopfentee hatte.

        Prost,
        Moe

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  10. „…und das Mitbringen von eigenen Alkoholiker streng überwachen…“
    Im Grunde sagt dieser Satz doch alles, oder?
    Lasst Eure Alkoholiker daheim!

    Sorry, die Vorlage war einfach zu gut. 😄

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    • Da das auf Musik und Sport Veranstalltungen durchsetzbar ist warum nicht auch auf Larps.
      Ein einfaches „Das mitbringen von alkohlischen Getränken aller Art ist auf der Veranstalltung Conquest of Mythodea nicht gestattet, zuwiederhandlung führt zum Ausschluss der Veranstalltung“ dürfte reichen.

      Es wäre vom Veranstallter des größten europäischen Liverollenspiels (gibt es in Amiland eigentlich größere ?) ein Wegweisender Schritt für die ganze Szene

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      • „Nicht machen können“ weil nicht genug Leute oder „Nicht machen können“ weil man den Spielern das nicht zumuten mag ?

        Wenns an der Personalfrage liegt versteh ich das noch wenns an der Zumutbarkeit liegt dann muß ich fragen wieso dann Spielern die zum Larpen kommen besoffenne OT Idioten zu zu muten sein soll.

        Ich weiß nicht wieviel mehr Aufwand es wäre die aufs Gelände kommenden Personen nicht nur nach einer gültigen Teilnehmer Karte zu konntrolieren sondern auch zu schauen was die so an Alk mitbringen…aber ich glaub daran das ein Con mit kontrollierten Alkohol Mengen für Spieler und Orga ein schönerer Con ist.

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      • Das ist wesentlich leichter zu kontrollieren als irgendwelche Heiltrankregeln. Ihr müsst einfach nur jeden nach Hause schicken, der betrunken ist. Zudem wird das Alkoholverbot mit Aussicht auf Platzverweis mindestens genau so motivierend wirken, wie Appelle an die Ehrlichkeit bei Heilungsregeln.

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      • ich bin nun wirklich nieman, der oft trinkt, aber ich fänds albern, den gesamten alkoholkonsum zu verbieten. richtig albern. Die Veranstaltung geht über 5 Tage, da möchte ich mir nach „getaner Arbeit“ beim Abschlussfest o.ä. doch bitteschön noch ein Gläschen Pfirsichwein gönnen dürfen.

        und wann ist man bitte „betrunken“? wenn man ein Glas hatte? wenn man 0,5 promille hat? wenn man nicht mehr grade gehen kann? wenn man ne bierfahne hat? wenn man schnaps getrunken hat?

        Leute, die sich am Abend am Lagerfeuer n Bierchen, Met oder Fruchtein gönnen, sind ebensowenig das Problem des CoM wie Tapewaffen. Und Stimmungstötend ist die Coladose genauso wie die Bierdose. Wer besoffen in ne Schlacht stolpert, gehört rausgezogen, weil er sich und andere gefährdet, wer in gesellschaftlich akzeptierten Normen Alkohol konsumiert (wir sind hier nicht in Saudi-Arabien!), zu den entsprechenden gesellschaftlichen Anlässen, macht imho nichts falsch, was drakonisch mit Con-Ausschluss bestraft gehört.

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  11. Bravo!!!
    Ich stehe voll dahinter und werde gern tun was ich kann,,damit die Einstellung endlich wieder dahingehend umschwenkt, das man spielt und nicht nur ausschließlich säuft.

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  12. Also wieder applaus für den Fabian der mir aus der Seele zu sprechen scheint da ich dieses Party Larpen auch schon seit einigen Jahren überall scheiße finde….

    Zum Thema Alkohol muß ich aber sagen das wenn auf einer Veranstalltung vom Veranstallter Alkohl ausgeschänkt wird, dann darf der Veranstallter sich nicht über Besoffene beschweren. Mein Tip, Nur Alkohol freies Bier ausschenken, und das Mitbringen von eigenen Alkoholiker streng überwachen bzw. verbieten. Wenn das auf Konzerten mit mehr als 7k Teilnehmern funktioniert dürfte das auch auf dem CoM funktionieren (das schlimmste was passieren könnte wäre eine sauf und spass Gesellschaft die sich auf dem Parkplatz zulaufen lässt).

    Zum Thema am Plot Mitmachen und Rollenspiel betreiben hab ich mit Begeisterung die Berichte vom Kids Town Lager gelesen und muß den Leuten die da nur zum rumgammeln und Chillen auf den CoM fahren mal zurufen, dass es Peinlich ist das 6-14 Jährige sich zum Rollenspiel und Mitmachen motivieren lassen und Abends traurig sind wenns für den Tag vorbei ist aber mehr oder weniger Erwachsene liegen den ganzen Tag mit einer Nullbock Einstellung besoffen in der Gegend rum.

    Ich wüste auch gerne mal von den Spielern die da nur rumgammeln bzw. auch von denen die im Angesicht einer Bedrohung durch die Verfehmten, da mit so einer passiven Scheiß egal Haltung hingehen warum sie überhaubt zum CoM gehen (75€ bis 135€ ist selbst für mich als Besserverdiener nicht unbedingt wenig Geld).
    Sehen und gesehen werden egal was man macht kann es ja dann auch irgendwo nicht sein.

    Ich mach jetzt 13 Jahre Larp war auf so etwa 100-150 Veranstalltungen und bis auf etwa ein dutzend Hofhaltungen bin ich da nie mit einer Lust einfach abzuhängen, Einstellung hingegangen sondern wollte immer was erleben, lebendig am Plot teilnehmen, Nervenkitzel spüren, mit einem lächeln auf den Lippen wieder Sonntags nach Hause fahren können,

    Larp ist das eintauchen in eine phantastische andere Welt die man selbst beeinflussen kann…Nur rumsitzen und saufen könnt ihr auch Zuhause im Vorgarten

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    • Schöne Idee, aber ich fürchte, so ernst war das jetzt nicht gemeint, die Festivallarper auszusieben. Wenn 2000 Leute weniger kommen und die anderen 4000 nur noch 50% ihres Tavernengeldes dalassen, wird Rollenspiel vermutlich an Wichtigkeit wieder verlieren…

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  13. Die Wettervorhersage:
    Ironischerweise werden sich auch genau die zuerst-genannten 1000 Spieler die Regeländerungen etc zu Herzen nehmen und entsprechend umsetzen. Den zweiten Tausend ist es sowieso egal und der genannte Rest tut eben das, wozu er motiviert wird.

    Ich glaube es ist viel erstrebenswerter jene zu unterstützen welche sich ohne hin schon besondere Mühe geben. Gerade solche Spieler müsste man vielleicht in das Setting verstärkt einbinden und ihnen dabei helfen Andere mitreißen zu können.

    Und dabei muss man den Hebel nicht bei einer fiktiven Zahl ansetzen die größer ist als 2000, sondern ziemlich genau bei einer Zahl von maximal 1250 Menschen =)

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  14. Ich glaube das grundsätzliche Problem ist, das Conquest IST inzwischen ein Festival. Daran was zu ändern gegen den Willen der Masse wird kaum möglich sein, egal wie man mit Regelwerk, SL oder was auch immer dagegen versucht vorzugehen.
    Meine Rechnung wäre eher:
    500 Leute kümmern sich um Plot oder interessieren sich überhaupt dafür, was auf dem CoM so vorgeht.
    1000 Leute dümpeln so vor sich hin und kriegen daran einfach keinen Anschluss, weil sie nicht Teil einer ausreichend großen Gruppe sind, würden aber eigentlich gerne was mitkriegen.
    5500 Leute sind in der Hauptsache wegen Flair und Party da, Kämpfe interessieren sie eher als Abwechslung zwischen drin.
    Allein daran krankt es schon im Grundsatz, weswegen da keine Änderung der Welt irgendwas bringen wird, mal vollkommen unabhängig davon, wie die Leute spielen, ist das doch was das Festivalfeeling aufkommen lässt. Daran was zu ändern verärgert maximal den betroffenen Anteil…falls er es überhaupt mitbekommt, denn viel anders als vorher spielen wird der dennoch nicht. 😄
    Nebenbei halte ich jemanden, der wegen Flair und vor Allem wegen den Menschen(das CoM ist halt auch ein verdammt riesiger Treffpunkt für Menschen, die man das ganze Jahr nicht/selten sieht) aufs CoM fährt nicht zwangsläufig für einen Idioten, wieso auch? Ists seit Neustem verwerflich auf einen Con zu fahren wegen den anwesenden Leuten? Muss man sich zwingend für den Plot interessieren? Mal ehrlich gesagt sind die Charaktere, die IT wirkliches Interesse an dem was da vorgeht haben vermutlich stark in der Minderheit.

    Zum Thema Nervenkitzel, der entsteht bei mir nicht wirklich dadurch, dass jetzt aktiv durch OT-Faktoren Bedrohung für meinen Charakter entsteht, sondern durch die Spielsituation selbst und deren Flair. Will heißen, ein Kampf gegen z.B. eine Übermacht Untote erzeugt den so oder so, egal wie die Regeln stehen, bzw. erzeugt ihn nicht, wenn der Ansturm auf das betroffene Lager nicht ausreichend stark ist. Die Regeln ändern daran nur, wie viele Leute danach ihr Spiel beenden müssen. Charaktertod generiert seltenst Spiel, wenn überhaupt.

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    • Hallo Paolo,

      Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass ich etwas gegen Rollenspieler habe, die auf das ConQuests wegen dem Ambiente fahren, und die der Plot nicht interessiert. Hätte ich da 7000 Leute in Brokeloh auf der Wiese die Plot spielen wollten, hätte ich echt ein Problem ;-). Ich hab nur etwas gegen solche Teilnehmer, die sich ein Schnürhemd anziehen, mit ner Cola-Dose über die Wiese schlendern und dabei Flair und Schlachtenstimmung genießen.

      Und ich dachte ich hätte am Anfang des heutigen Beitrags ausführlich dargelegt, dass ich NICHT der Meinung bin mit mehr toten Spieler-Charakteren ein besseres Con zu veranstalten, auch wenn du das scheinbar in meinen letzten Beiträgen ständig zu lesen befürchtest.

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      • Ich glaube gegen diese Teilnehmer hilft weniger eine Regeländerung(schließlich sind die eh halb bis ganz OT), als ein dumpfer SL-seitiger Verweis entweder das Schlachtfeld zu verlassen oder auch gerne den Con, wenn sich das häuft. 😄

        Sagen wir es mal so, das wäre aber die Konsequenz der bisherigen Regeländerung mit der Regeneration. In wie fern die einen dem angepeilten Ziel näher bringt verschließt sich mir eben.

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      • Zum Thema Schnürhemd müsste man 2011 vielleicht mal neu definieren was Gewandung ist.
        Es steht zwar n allen Larp AGBs das man den Con nur „Gewandet“ betreten darf, aber wärend Schnürhemd, Lederhose und Umhang aus Mutters Gardine 1995 sicher noch tolle Gewandung war (nääää nicht wirklich) sind die Ansprüche von Mitspielern und sicher auch Veranstalltern 2011 doch um einiges höher.
        Man sieht ja 2011 auch keine Tapewaffen mehr auf Veranstalltungen (oder…?!)

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    • „Das ConQuest ist ein Festival“….

      Irgendwie wird dieser Satz in letzter Zeit gleich einem Mantra der Unzufriedenheit immer wieder stoisch heruntergebetet, wenn irgendwas mal wieder nicht passt…
      … und langsam zur selbsterfüllenden Prophezeiung, einer Form von Wikialität, die dadurch Richtigkeit erlangt, indem man sie nur oft genug aufsagt.

      Also hier nochmal zum Mitschreiben: Das ConQuest ist eine GroßCON. Eine zunehmende Anzahl Teilnehmer halten es mittlerweile für ein LARP-Festival. Die Rezeption besagter Verpeilter lässt aber keine Rückschlüsse auf das Konzept des Veranstalters zu, und seien es noch so viele.

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      • Das ist der Link zum Fantastica-Festival. Das findet parallel zum ConQuest statt, auf der anderen Seite des Ritterguts. Es dient in erster Linie dazu, Besucher aufzufangen, die aus der Gegend kommen und auf das ConQuest aufmerksam geworden sind. Wie dir vielleicht schon aufgefallen ist gibt es seid einem Jahr keine „Touri-Führungen“ mehr über das Gelände. Die werden inzwischen alle auf dem Nebengelände durch einen fantastischen Mittelaltermarkt bedient.

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  15. ENDLICH!!!
    Ich freue mich über die Erkenntnis der Orga und befürworte den Versuche über die Regeländerung. Hoffentlich bleibt das nicht der einzige Ansatz für dieses CoM.
    Weiter bin ich gespannt ob Herr Statler und seine Kameraden weiterhin aufs Gelände dürfen bzw. wie man sie herausfiltern will und ob ich den Willen der Orga das Spiel für Rollenspieler attraktiver zu machen auch zu tatsäche „zu spüren“ bekomme.

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  16. Also ich finde es schade denn wenn ich auf ein Fastival will kann ich genausogut nach Wacken fahren…. und mal erlich 115€ ist mir zu teuer nur damit ein paar besoffene ihren spaß haben.

    Einer Bekannten z.B. ist es auf dem JDS passiert das sie in der Stadt von einem Besoffenen OT angepöbelt wir und da hört der Spaß irgendwann auf….

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  17. Lieber Herr Statler,

    ich kann Ihnen da Disney World empfehlen. Ist zwar ein bisschen weiter weg, dafür werden die Leute dort dafür bezahlt, dass sie als Attraktion dienen.

    Vorzüglichst,
    Ich

    🙂

    Aber ma echt… Nur 1000 Leute mit ernsthaftem Anspruch? Das ist traurig und muss mehr werden! Wird es bestimmt auch.

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  18. Waldorf: „Da hat der Herr Autor letzte Woche den ersten Teil aber geschickt an uns vorbei geschmuggelt.“

    Statler: „Genau. Einfach so an einem Mittwoch veröffentlichen. Ts, ts, ts.“

    Waldorf: „Dann müssen wir heute eben gleich doppelt hart reagieren!“

    Statler: „Meine Rede. Also: Lieber Herr Autor, lassen Sie doch bitte dem All-Incl-Larper sein Kaffeefahrtevent nach Brokeloh. Das Mythodea ist nunmal DAS Club Tui Event mit Fantasy Dekor.“

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