LARPst du noch oder spielst du schon?

Quelle: Taurus JuvaviWer von Euch im April auf dem Jenseits der Siegel war und dabei die Zeit gefunden hat, sich unsere  SL-Ansprache am Anfang anzuhören, wird sich vielleicht noch an meinen Aufruf zu mehr Liverollenspiel auf unseren Veranstaltungen erinnern. Ich hab mich da ganz weit aus dem Fenster gelehnt und mal ein paar deutliche und ehrliche Worte gefunden:

  • Du bist immer im Spiel; Ausnahmen sind nur der Sanitärbereich und wenn Du Dich in Deinem geschlossenen Zelt aufhälst (weil du nicht mitspielen möchtest).
  • Das Regelwerk hat keinen Vorschlags-Charakter sondern gilt verbindlich für alle Spielsituationen auf unseren Veranstaltungen.
  • Den Anweisungen der Spielleiter ist immer und so zeitnah wie möglich Folge zu leisten.
  • Die Opferregel ist ein Trend der auf kleinen Cons ganz nett sein kann, auf unseren jedoch gibt es sie nicht.
  • Reagiere konsequent auf deine Umgebung und rechne damit, dass sie auch konsequent auf dich reagiert.
  • Versuche stets spielfördernd zu reagieren; wenn du angespielt wirst reagiere irgendwie im Spiel darauf!

In einigen dieser Punkte mag man die Grundideen des „ZweiRegel Konzept“ von Ralf H. erkennen. Grundsätzlich sehe ich das Regelwerk auch eher als eine Art Geländer, an dem man sich in Situationen, die klare Entscheidungen (von Spielern, NSCs oder meistens SLs) benötigen, entlang hangeln und orientieren kann. Trotzdem (oder eher gerade deshalb) hat es in allen Spielbereichen seine Gültigkeit!

Auf dem JDS war ich mit dem folgenden Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Trotz der Größe des Cons sind mir keine (oder kaum) OT Blasen aufgefallen. Unsere Spielleiter haben erfrischend konsequent gespielleitert – was dazu führte, dass Spieler, die ihren Charakter allzu unbedarft in Gefahr gebracht haben sich von diesem auch bald verabschieden durften. Böse Zungen behaupteten nach dem JDS, es wären dort mehr Spieler-Charaktere gestorben als in den letzten drei Jahren auf dem CQ (Anmerkung: Es waren 24, also knapp 5%).

Ich kann mich an Zeiten erinnern, an denen 10% SC Sterblichkeit auf einem Con völlig normal waren. Auf dem JDS führte es zu endlosen Diskussionen á la „wisst ihr eigentlich, wie viel Geld ich in den Charakter gesteckt habe?“. Mein Dank geht nachträglich an alle Spielleiter, die hier freundlich aber bestimmt mitgeholfen haben die Charakter-Sterblichkeit zurück ins Mythodea-Spiel zu bringen. Und bitte nicht falsch verstehen: Ich finde die Opferregel gut, auf Cons ab 400-500 Personen funktioniert sie allerdings einfach nicht mehr.

Jetzt aber zurück zum eigentlichen Kern der Sache: Dem Sinn eins Regelwerks.  Neben Spiel-Konsequenzen (wie dem als Beispiel hier ausführlich beschriebenen Punkt der Charakter-Sterblichkeit) sollte ein Regelwerk grundsätzlich auch immer spielfördernd sein. Das ist die bekannte Diskussion über Spiel erzeugende/fördernde und Spiel reduzierende Effekte. Anfang des Jahres hab‘ ich ja schon ausführlich darüber geschrieben, dass jede Handlung im Spiel stets weiteres Spiel erzeugen sollte, insbesondere wenn sie von einem NSC (oder Spielleiter) kommt. Für ein Regelwerk sollte logischer Weise das gleiche gelten.

Nur leider muss ich mich hier an der eigenen Nase packen und ehrlich sagen: Diesen hehren Grundsatz erfüllt das CQ Regelwerk im Moment nicht. Nehmen wir zum Beispiel die Fertigkeit „Regeneration“.

Der Charakter regeneriert jede Stunde 1 Wunde/Lebenspunkt. Nach Ablauf der Stunde ist die Wunde geschlossen und behindert den Charakter nicht länger. Die Wunde muss aber trotzdem vorher versorgt werden, da sonst Wundbrand (siehe Kapitel 12 Der Tod eines Charakters) droht. Verbluten ist ab dieser Stufe der Regeneration bereits ausgeschlossen. Bei Verlust aller Lebenspunkte fällt der Charakter in Ohnmacht und wacht nach 15 Minuten wieder auf.

Erstens bedeutet diese Fähigkeit, dass jeder der sie hat fast unsterblich ist. Wer in der Schlacht zu Boden geht legt sich höchstens eine Stunde (meist wird weniger gespielt) an den Wiesenrand und steht danach wieder auf. Es ist, selbst ohne Betrug, eine kleine Freikarte zur Unsterblichkeit.

Zweitens nimmt man den Heilern unglaublich viel Spiel weg. Wer nur leicht verwundet ist säubert sich kurz selbst die Wunde und bis zur nächsten Schlacht ist er wieder voll regeneriert.

Und drittens reduziert es die kritischen Eingriffsmöglichkeiten der Spielleiter. Fällt einer SL auf, dass ein Charakter der ein paar Stunden zuvor sehr viele Treffer eingesteckt hat ohne groß versorgt zu werden bald wieder in der Schlacht steht muss der Spieler der SL nur zurufen „habe Regi!“ und kaum eine SL macht sich die Mühe auch wirklich auf dem Charakterzettel nachzusehen.

Wofür also so eine Fähigkeit? Wohl in erster Linie, damit Nicht-Magier-Charaktere irgendwo auch noch Punkte ausgeben können wenn sie sonst schon alles können. Aber ist das nicht in sich selbst schon ein Widerspruch zu schön darstellendem Liverollenspiel? Sollte nicht mein Spiel als Soldat/Kämpfer/Ritter/Krieger viel mehr sein als die Summe der Fähigkeiten auf meinem Charakterbogen? Eine Diskussion die so alt ist wie das (Live-)Rollenspiel. Und da wir davon überzeugt sind, dass die Antwort darauf „Ja!“ sein müsste, werden die Fähigkeiten „Regeneration 1+2“ ab diesem Sommer (und der Version 5.1 des Regelwerks) ersatzlos gestrichen.

Es ist ein Tropfen auf den heissen Stein, und das viel größere Problem der Spiel-Inaktivität vieler Teilnehmer wird dadurch nur am Rande betroffen. Aber vielleicht zischt es laut genug, dass ein paar da draussen wach werden.

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107 Gedanken zu “LARPst du noch oder spielst du schon?

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  3. Hallo
    Ich hab mir mal so einiges hier durchgelesen (Wenn ich was überlesen haben sollte sry^^) und ich hab hier viel für und wieder gelesen. Klar Heiler wollen und sollen ihr Spiel haben und ja aucvh alle anderen.
    Was ich mich jetzt frage ist:
    (jetzt nur als Beispiel für viele andere nicht weil mii mii mii alle sind gemein zu mir kleinem Krieger)

    Was ist z.b. mit mir?
    Ich
    Zwergenkrieger
    Ich kann meinen char eh schon rein Regeltechnisch nicht spielen wie er ist (zur erleuterung meinen einzigen char den ich habe und spielen möchte) weil das LA regelwerk es mir nicht ermöglicht und jetzt kann ich auch keine regi mehr kaufen?

    Toll hey jetzt kenn ich meinen mini charbogen mit verbindenen augen ausfüllen lp1, lp2, lp3 ende weil alle ander nicht geht oder nicht passt. schön

    am besten nenne ich ihn dann 0815 Krieger 2562 auf dem Bogen.

    Ich meine es geht mir nicht darum das ich sagen kann ohh ich bin der über schnetzler von haste nich gesehn ich fall nie um. nein

    Ich wollte damals einen Zwerg haben und nach und nach reifte er in meiner Fantasie heran aber er sollte kompliziert sein. gut welcher Zerg ist das nicht ;p Also habe ich ihm einen absolut null tolleranz Ehrenkodex aufgedrückt+ er ist Söldner+ er hat eine defekt so das er keinen Schmerz spürt wer jetzt denkt „oh pnc“ liegt falsch. das hat auch viele Nachteile zb Waffe erhitzen… hm riechts hier nach Schinken? brutzel 1lp-………..2lp-……… klar?^^ die einzige möglichkeit diesen Char am leben und interesant zu halten ist regi oder andauernde rechnungen von babysitterheilern die mir hinterherrennen müssen 24 stunden jeden tag -.- wer macht das 5 tage mit?^^

    Ps: Immunität gegen schmerz is auf dem Com nicht machbar das weiss ich….leider^^

    zu dem gehe ich immer und andauernd zu irgendwelchen Heilern weil Muskeln zerfetzt, oder sonst was und lasse mich ewig und dreitage Heilen. durch meine regi und das mit dem schmerz kann ich sogar helfen und nochwas zu erste Hilfe lernen. wobei ersteres die Heiler immer so schön aus der fassung bringt^^ aber da wird gespielt ohne Ende und der Heiler muss nicht zum 1000stenmal die selbe leier loslassen. Auch die wollen mal abwechslung^^

    Auf gut deutsch ich Spiel mir den A…. ab beim Kämpfen, mit heilern, oder was auch immer und jetzt wird uns regi auch noch weggenommen

    Na toll dann gibts bald nur noch Heiler und Magier weil alle Kämpfer gleich sind uiii

    Ich meine klar sollte ein char mehr sein als nur die Summe seiner Punkte auf dem Charbogen aber gutes Spiel, Fantasie und ne gute Storry sind auch nur die Hälfte.

    Ich finde diese regeländerung richtig unsinnig.

    Und nur mal so ich kamme andauernd in Situationen in denen ich sterben kann die ich bis jetzt nur mit viel Glück überlebt hab wenn auch nur um haaresbreite und wegen Guter Freunde da hilft auch keine Regi

    @ Fabs
    Wenn ihr was an der Spielersterblichkeit ändern wollt dann wendet euch mal dem Magischen teil eures Regelwerks zu. die haben noch genug Sachen die man streichen kann, immerhin die ganze Rückseite des Charbogens. im Gegensatz zu Kämpferfertigkeiten. Das sind jetzt nämlich nur noch 8 und das auch nur wenn ich niederschlagen und meucheln mit zähle obwohl es eigentlich Abenteurerfertigkeiten sind

    Aber naja was auch immer ich hier sage es ändert sowieso nix…..naja gibt ja noch andere cons

    Ps: Rechtschreibfehler sind im Lieferumfang enthalten und im Preis mit inbegriffen;p

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  4. Wie ist die Regel zu verstehen: „Du bist immer im Spiel.“
    Heißt, das, ich kann mich nicht mehr aus-x-en, wenn ich morgens zum Supermarkt gehe, um Brötchen zu holen?
    Sowas hat ja nichts mit dem Spiel zu tun – desegen bin ich dann OT.
    Obwohl ich mein Lager verlasse, um z.b. zum Supermarkt zu gehen, hätte im selben Moment mein Char IT überhaupt keinen Grund, das Lager zu verlassen – deswegen mache ich sowas OT.

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  5. Wie die Spieler, die nun zu verbluten drohen, tatsächlich vor Ort reagieren werden, ob sie deswegen besser oder schlechter spielen werden … wer weiß das schon? Aber warum macht ihr „Regeneration“ nicht einfach nur extrem teuer, statt sie gleich ganz zu steichen? Bzw. ihr streicht „Regeneration“, damit die vermeintlichen 90%, die sie heute haben, sie erst einmal los sind, und gleichzeitig führt ihre eine neue, ähnliche, aber sehr teure Fähigkeit ein? Dann wäre das auch Werkzeug zur Differenzierung: Bei teuren Fähigkeiten muss man sich entscheiden und sein Charakterkonzept besser durchdenken und geht nicht einfach XP-Shopping.

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  6. Also, werden die jenige die es schaffen mal irhe treffer gut auszuspielen jetzt bestraft mit ein warscheinlichere Charaktertod?

    Entschuldiging, aber die möglichkeit es zu überleben erfordert mMn genau das schöne spiel das wir alle so gerne sehen. Ich möchte mit mein haubt-char öfter als nür einmal ein schönes Duel in stil verliehren. Da bringt das streichen einer der werkzeugen um dass zu schaffen, und es zu überleben nichts gutes.

    Und warum geht das weinen um ein charachtertod nür um die gesammelte erfahrungspunkte oder der tolle rüstung? Was ist mit der ganze rollenspiel geschichte von ein Char? Seine bekannte? IT Familiën? Die beziehungen innerhalb seine kämpfgruppe u.s.w.?
    Ist das wachsen eines characters nicht teil des rollenspiel?

    Ich stimme der Lösung zu: Nür noch Regi 1, heilt nür noch eine wunde / 1HP Über eine stunde. Reicht um es wenigstens noch auf (mehr oder weniger) eigene kräfte zum Lazaret zu schaffen statt hinter der feindliche linië zu sterben, oder irgentwo in ne tode ecke weil der slacht sich immer bewegt. Mann verblutet zwar nicht, aber sterbt immerhin noch an Wundbrand wenn mann nicht zum Heiler geht.

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  7. I’m glad to see regeneration go. I didn’t take the skill in 2010 despite the obvious in-game advantage because it just seemed unrealistic since I wasn’t playing a troll. More role playing for the healers! Win! More risk in a combat game! Win!

    Anyone that quotes money spent on kit as a reason for their character not to die has made a mistake in thinking their character is their kit. A person is more than the clothes they wear.

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  8. was Andreas da schreibt ist genau das was ich sagen wollte. Regi hat mir in 14 Jahren LAPR auch erst einmal wirklich den Arsch gerettet und danach bin ich zu einem kopfschüttelnden Heiler maschiert, der mir lächelnd erklärte das er mir die Knochen richten müsste.

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  9. Ob es jetzt Regi gibt oder nicht hilft nicht gegen Schummler. Mein Char hat Regi und ich stehe dazu. Und spiele es so hochstufig wie es ist eben auch als Nachteil aus. Pfeile die einwachsen, Knochen die falsch zusammen wachsen, usw. Regi ist kein Freifahrtschein, man ist auch nicht unkaputtbar damit. Nur wie alle anderen Sonderfertigkeiten gehört eben auch ein vernünftiger Umgang dazu. Und da spielt’s dann keine Rolle ob es Regi ist, überhaupt zum Heiler zu gehen oder eben auch Magie(punkte) und deren Anwendung.

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  11. Hi !!

    So nachdem ich mich mal so durch gearbeitet hab …

    Was mir auffällt, dass über Änderungen diskutiert wird aber nicht wie man sich vorstellt das Einhalten von Regeln überhaupt zu überwachen …. denn ein Regelwerk ist auch nur so gut wie die Kontrollmöglichkeit.

    Wie möchte man denn den Charaktertod in einer Schlacht nachvollziehen … ?

    Wie möchte man nachvollziehen ob jemand zum Heiler gegangen ist oder nicht …?

    Aufgrund der größe der Veranstaltung äußere ich die wage Vermutung das es fast unmöglich ist … denn wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit der gleichen SL , als „normaler Spieler“ zweimal über den Weg zu laufen oder dem NSC wieder zubegegnen der einen erschlagen hat.

    Es wird hier von Betrug und schlechten Gewissen geredet … aber ob das die wirklich kümmert, die es bis jetzt auch nicht interessiert hat wage ich zu bezweifeln … und somit wird meines erachtens das Spiel nicht besser sondern nur die Kreativität im Zusammenhang mit Ausreden derer gefördert die es bis jetzt auch nicht interessiert hat.

    Zur Regi. bzw. Heilerspiel …
    Ich , als Feldscher bin eigentlich auch ganz froh das nicht jeder zu mir kommt .. einfach aus logistischen Gründen sowie IT-Spiel …
    Aus den Erfahrungen aus dem MASH und diversen Schlachten würde dies gezwungene Heilerspiel recht schnell für den Heiler ein finanzielles Fiasko , da Verbandsmaterial leider etwas Kostet und wenn man sich dann noch überlegt, dass es nur in den wenigsten Fällen zurück kommt ….
    Auch ziehe ich es vor mit Verwundeten zu spielen , die auch von sich aus das Heilerspiel wollen , denn wenn man so etliche Minuten an einem Patienten herumdoktort möcht ich keinen haben , der nur der Regeln wegen da ist und unbeteiligt herumliegt oder drängelnd , nörgelnd mir auf die Nerven geht und ich da schon weiß , dass er sich nicht an die Heilzeit hält …

    Andere möglichen Varianten die meines erachtens nun noch passieren könnten ….

    Es gibt deutlich weniger Schlachten/Kämpfe auf dem CoM .. da nach dem ersten Gefecht erstmal alle Kämpfer, wenn sich alle daran halten, für x Stunden wegen Heilzeit ausgeschaltet sind … ich frag mich was die NSC in der Zeit machen wollen … ?

    Es gibt deutlich mehr „Wegwerf“-Charater …. wieso soll ich mich heilen lassen , wenn ich einfach einen neuen Charakter mit gleicher Ausrüstung und Gewandung mache und dann sofort wieder in den Kampf ziehen kann und mir so die Heilzeit sparen kann …

    Heilerspiel wird inflationär und schlechter … weil die vorhandenen Heiler einfach nicht den „Ansturm“ bewältigt bekommen aber auch nicht umbedingt den Tod eines Charaters zu lassen wollen …

    Magische Heilung und Heiltränke werden wieder das primär Mittel … da der Feldscher einfach zulange braucht und die Heilzeit zulang ist … und das ausspielen der magischen Heilung wird dann auch wieder schlechter .. also in meinen Augen ein Rückschritt. …

    Das soll mal fürs erste meine Gedanken dazu sein …

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  12. 1. Dass hier an einer Kampfregel geschraubt wird, um mehr Spiel zu erreichen, zeigt den grundsätzliche Denkfehler auf, der verhindern wird, dass es mehr Spiel gibt.
    2. Wenn es irgenjemanden auf dem COM gibt, der echt ausgelastet ist, dann sind das die Heiler.
    3. Wenn ich nachts zum Dixi gehe, möchte ich nicht abgemurkst werden. Ich werde übereifrige Möchtegernorks weiterhin ignorieren, auch wenn es die ein Stück Spiel kostet. Im Halbschlaf bin ich dazu nicht fähig. Wenn ihr das nicht tolerieren könnt, möche ich entweder mein Geschäft hinter der Palisade erledigen dürfen (so wäre es wohl realstisch angesichts der Bedrohung) oder mein Geld zurück…
    4. Plan B wäre, dass ich mit Lederhose und Piratenhemd als Alrik, Arikus, Alrikor und Aliko auftauche, die berüchtigten Dunbeoncrawler-Vierlinge, und mir diesen ganzen Ambientequatsch mit Alchimielabor und Schlepperei erspare. Dann macht es mir auch nichts aus, wenn es rund um die Uhr und überall total tödlich ist.
    5. Regi ist mir scheißegal, mir geht es um euer Gesamtkonzept, das jetzt wohl mehr Tote vorsieht.

    Aber am Ende wird wohl nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Schätze, wir bekommen schon irgendwie ein tauglcies Spiel hin.

    Schöne Grüße
    Andreas

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    • Tja, ich finde es eher seltsam 10 Minuten rumzuliegen, dann aufzustehen und mir einen neuen Charakter zu machen und das dann (gutes) Spiel zu nennen.

      Wenn du mit der Stunde die Zeit bei den Heilern meinst, du musst in der Zeit ja nicht wie tot daliegen (wobei ich selber die Zeit gern mal für ein Nickerchen nutze, kommt man ja sonst kaum dazu).
      Du kannst dich gründlich operieren und durchchecken lassen, von Freunden/Familie besuchen und bemitleiden/veräppeln lassen, mit Leidensgenossen die letzten Schlachtgeschichten austauschen… Es gibt genug Möglichkeiten, eine Stunde mit Spiel zu füllen, auch wenn man in einem Lazarett sitzt.

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      • Ich denke, er meint eher die Stunde, die man dank „Regi“ einfach nur rumgammelt, während sich der Charakter selbst heilt – das ist in der Tat nicht arg viel Spiel.

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  13. Dann will ich doch auch mal was dazu schreiben…

    Gleich vorab: Ich fand die zitierte Rede am JdS super und ich finde es sehr gut, dass sich die Orga Gedanken macht, dem CoM wieder einen höheren Rollenspiel- und Bedrohungsfaktor zu verleihen. Das war etwas, was ich vor allem vor Doerchgard stellenweise doch etwas vermisst habe.

    Ich bin allerdings auch der Meinung, dass das Streichen von Regeneration nicht dazu beiträgt, dieses Ziel zu erreichen. Warum?

    Wer bis jetzt betrogen hat wird weiterhin betrügen, somit fällt diese „Zielgruppe“ zu großen Teilen weg. Wer letztes Jahr 5 Minuten, nachdem er umgefallen ist, wieder mit vollen Lebens- und Rüstungspunkten in der Schlacht stand, wird das einfach wieder tun.
    Bleiben die Spieler, die sich eh an die Regeln halten. Ich glaube kein Heiler braucht sich auf dem CoM beschweren, dass er während/nach Schlachten nichts zu tun hat. Bis letztes Jahr konnte sich jeder Heiler die Zeit für gutes Spiel nehmen, da er halbwegs sicher sein konnte, dass in 5 Minuten Behandlung nicht 2 Leute nebenan wegsterben. Ich wage die Behauptung aufzustellen, dass der permanente Zeitdruck im Nacken der Qualität des Heilerspiels nicht gut tun wird – die Minimalbehandlung reicht ja auch aus, so rein regeltechnisch… Hinzu kommt, dass der ein oder andere aus OT-Angst um seinen Charakter dieses Jahr eher bereit sein mag, die Regel etwas großzügiger auszulegen.

    Und um noch einen (hoffentlich) konstruktiven Änderungsvorschläge zu schreiben:
    Eine Regeneration, die das Verbluten vielleicht nicht verhindert sondern nur beträchtlich heraus zögert, könnte den gewünschten Effekt haben, ohne dass sie die (nicht nur von mir) befürchteten negativen Effekte hat. Alternativ schließt Regeneration nicht alle Wunden sondern maximal eine oder zwei, so dass auf alle Fälle immer noch ein Heiler aufgesucht werden muss.

    Abgesehen davon könnte man dazu übergehen eklatante Dummheit der Spieler tatsächlich zu bestrafen oder ähnlich wie beim JdS mit dem Dungeon abseits der Schlachten klar lebensgefährliche Situationen zu schaffen, die jeder meiden kann aber die jeden betreffen, der sich bewusst in die Gefahr begibt.

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  14. Wie einige bereits vor mir geschrieben haben, bezweifle ich eine Veränderung bei den SC die bisher schlecht gespielt haben. An der Regeländerung stört mich allerdings, dass schon wieder eine Fähigkeit wegfällt mit der man seinen Charakter gegenüber anderen abgrenzen kann. Den meisten mag jetzt in den Sinn kommen „Regi hatte doch sowieso jeder“, was die Aussage aber lediglich bekräftigt. Weiterhin kann ich bei dem Setting absolut nicht verstehen, warum man hier ständig auf DKWDDK und „Realismus“ herumreitet. Da gibt es Magie, Alchemie, Gegner die zerfließen um sich in Sekunden wieder zusammenzusetzten und ihr wollt mir glaubhaft versichern, ein Krieger aus diesem Universum verblutet greinend am Schlachtfeldrand? Dann sollte man im Zuge des Realismus auch alle Lehen als ausgerottet betrachten, denn die Verfemten hätten uns schon lange vernichtet. Möchtet ihr allerdings das Heilerspiel fördern, kann ich in weiten Teilen „Anja“ zustimmen: erweitert die Möglichkeiten des Heilers und macht ihn dadurch attraktiver. Das bringt mich zu meinem wichtigsten Anliegen. Ich halte es für inakzeptabel 6 Wochen vor einer Veranstaltung eine nennenswerte Änderung der Regularien vorzunehmen. Das raubt den Teilnehmern die Möglichkeit sich vernünftig auf die neue Situation einzustellen und zwingt sie indirekt auf eine Veranstaltung zu gehen mit deren Grundvoraussetzungen sie nicht mehr zufrieden sind. Ich würde es begrüßen, wenn man die Regeländerung jetzt bekannt gibt und sie erst ab dem nächsten CoM/JdS scharf schaltet.

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  15. Zwei Aussagen hierzu:

    – Der angenommene Zusammenhang, dass Regeneration zu weniger Heilerspiel führt, ist aus meiner Sicht schlicht und einfach falsch, wie auch einige andere hier bereits aufgeführt haben. Tod führt führt in der Regel auch nicht zu mehr Heilerspiel.

    – Der angenommene Zusammenhang, dass eine höhere Charaktersterblichkeit und damit mehr (OT)-Angst um den eigenen Charakter zu mehr Rollenspiel führt ist ebenfalls aus meiner Sicht schlicht und einfach falsch. Dies wird deutlich bei einem anderen Con über 400-500 Teilnehmern gezeigt (ich rede von Epic Empires), wo die Erfahrungsberichte durch die Bank weg von schöner erlebtem Rollenspiel sprechen, als auf dem CoM. Und hier stirbt kein Charakter dessen Spieler das nicht will.

    Viele Grüße
    Tanja

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  16. Ich finde das Streichen nachvollziehbar.
    Für mich als Spieler war nur der Absatz „Verbluten ist ab dieser Stufe der Regeneration bereits ausgeschlossen.“ wichtig, damit ich entspannt auf den Heiler warten konnte. Ansonsten würde sich schnell wohl die Verlustangst um seinen Charakter einstellen und Angst führt dann sicherlich in diesem Fall zum „Betrug“.

    Also warten wir gespannt ab, was aus Reg1 und Reg2 wird. Wie es mit dem Heilerspiel weitergeht und wie das Regelwerk 5.1 wird. Es kommt zwar spät, aber es kommt, da bin ich mir sicher.

    Liebe Grüße
    Philip

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  17. Pingback: Conquest of Mythodea – Regeneration gestrichen! « Ghoultunnel

  18. Moin,

    ich glaube nicht, dass die Regeländerungen etwas verändern. Ich verstehe den Impuls dazu auch nicht, außer, dass ich mir vorstellen kann, dass man auf dem JdS in eine Art Euphorie geraten ist, wie „dicht“ das Rollenspiel wird, weil Leute sterben.
    Ich fand das bisherige Regelwerk des CoM immer besonders gut und sehr flexibel, weil es nur einen groben Rahmen gab, der half, sich als Spieler zu orientieren. In verschiedensten Diskussionen mit der SL vor Ort in Sachen Verständnisfragen habe ich immer wieder den Satz gehört: „Der Spieler muss selbst wissen, wie er spielen will. Spieler, die schummeln WOLLEN, werden das immer tun.“
    Das gilt nach wie vor.

    Leute, die bescheißen wollen, werden das auch trotz der Regelwerksänderung tun. Und genau die wollt ihr ja eigentlich reglementieren. Ergo: am Ziel vorbei.

    Das CoM ist eine Veranstaltung, auf der die Individuen in der Masse untergehen. Es ist kaum möglich, hier eine Übersicht zu behalten, besonders nicht hinsichtlich der Einhaltung von Regeln durch einzelne Charakter. Das JdS ist kleiner. Man muss sich fragen, ob die hier beobachteten Mechanismen auf das große Conquest übertragbar sind.

    Ich glaube nicht.

    Übrigens bin ich ein Freund der Opferregel. Aber ich würde niemals nicht in den Dungeon gehen. Ich hätte viel zu viel Schiss zu sterben.

    LG
    Katla, Lady Bomb

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  19. Noch mal eine Frage, die aufgekommen ist:

    Man soll sich ja nicht mehr nacheinander von der gleichen Art behandeln lassen.

    Wird man nach einer OP Immun gegen ein Skalpell ?

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  20. Ob es wirklich viel mehr Spiel bringt, einen verletzten zu einem Heiler zu bringen, wenn er es gar nicht will ?

    Dann liegt er da wie ein Brett, läßt die Behandlung über sich ergehen und verschwindet dann.
    Dann doch lieber nur die versorgen, die sich auf das Heilerspiel einlassen und richtig mitmachen.

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  21. Bei der durchschnittlichen Länge einer Schlacht auf dem Conquest heißt das dann ganz direkt jeder Held hat EINE Szene in der er verwundet werden kann … aber eben nur EINE Szene, danach muß er sich von seinen Freunden retten lassen!!!

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  22. Hi Fabian … ist ne wirklich gute Idee … die Quasie-Unsterblichkeit raus zu nehmen NOCH wichtigher ist es meiner Meinung nach die HEILZEITEN endlich einzuhalten. 1 Wunde/10 Minuten Auszeit und Alle Wunden/30 Minuten Auszeit mit Magie sowie ohne Magie 2Std. Auszeit … dieses führt dann dazu daß, nicht einfach nur wie in einem Computerspiel TREFFERPUNKTE wieder aufgeladen werden sondern daß, Wunden eben Wunden sind!!!
    Denn wir wollen ja nicht mehr tote Helden sehen sondern mehr „nachvollziehbares“ Handel.

    Grüße Thomas
    der Walther

    P.S.: Von einer OPFERREGEL steht ohnehin NICHTS im Regelwerk daher halte ich diese Sache für einen Wunschtraum!!!

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  23. Was mich, ein wenig ab von solchen Diskussionen wundert ist:

    Wie passt hier etwas herrein wie die wunderbare Sonderfertigkeit der Nalda? Mal ab davon das ich weder das Volk noch die Darstellung mag:

    Wie kann es sein wenn Regeneration gestrichen wird, die beinahe unsterblich sind, ergo immer wiederkommen wenn durch verfehmte gestorben?

    Das ist doch mal wirklich an den Aussagen oben vorbei.
    Aber da greift dann bestimmt wieder ‚das sind ja beinahe NSC‘

    No Good, Fix it!

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      • Quote: „(…) gilt verbindlich für alle Spielsituationen auf unseren Veranstaltungen.“

        außer für die Mega-NSC, die NSC die das grade mögen, die NSC wo es im Hintergrund steht, und die Spieler die nen vorgegebenen Hintergrund spielen, und die Spieler die die Orga persönlich kennt, und deren Freunde…

        WENN
        Regelwerke einschränkend benutzt werden,
        DANN
        bitte auch ohne wenn und aber.

        Die Naldar, Der Argus, Whoever passt da nicht in das Regelwerk? Dann muss entweder das Regelwerk, oder der Char angepasst werden.
        Immerhin „verlernen“ einige Spielercharaktere auch über den Sommer das regenerieren…

        Klar, ich mag den Argus mit 8 Direkt und unaufhaltsam durch die Massen gehend, aber ist es nicht zweischneidig?
        Mit zweierlei Mass gemessen?

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      • @Horatio: CQ-Regelwerk V5, Abschnitt 8 „Fertigkeiten“, Seite 10: „Außerdem können dem Teilnehmer auch noch wichtige „Hauptrollen-NSCs“ begegnen (wie z.B. die Avatare), welche noch über weitere,
        nicht hier im Regelwerk gelistete Fertigkeiten verfügen, die in diesem Fall aber direkt durch eine Spielleitung erklärt werden.“

        Die Sonderfertigkeiten sind somit durch das Regelwerk abgedeckt.

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      • *übertreib*
        Also ist jeder einzelne Naldar auf den Level der Avatare zu sehen?

        Ja, ich kenne diese Ausnahme der Regel die du aufführst. Und ich hab auch nichts gegen Argud und die Avatare die einfach überwesen sind, aber die Unsterblichkeit der Nalda ist eine der Sachen die mir einfach ins Auge stechen, unaugegoren sind, und einfach gNSC hier immens bevorteilen.
        Und alles in allem diente die aufführung hier nur den Zweck dadrauf hinzuweisen das man auf mehreren Seiten gucken sollte was wann und wie passiert.
        Denn wer Regeneration wegen der Sterblichkeit verdammt, dann aber selber unsterbliche Völker verdammt…

        Wie war das mit Wasser predigen und Wein trinken?

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  24. Okay, ich gebe zu, ich werde mich heute ned mehr durch die ganzen Kommentare durcharbeiten können, aber das Eingangsthema von Fabian soll hier kommentiert werden:

    Ich finde es krass und zudem ziemlich klasse, dass die Regeneration gestrichen wird!

    (Ich muss allerdings annehmen, dass ich seit einigen Wochen von Live Adventure überwacht werde, erinnere ich mich doch daran, vor gut zwei Wochen eine ähnliche Diskussion zum wiederholten Male daheim in meinen vier Wänden mit Freunden geführt zu haben)

    Ich habe immer die Meinung vertreten, dass diese Fähigkeit unglaublich viel Rollenspiel tötet und eben auch, wie Fabian es ja schon richtig gesagt hat, nahezu unsterblich macht.

    Bei meiner Charaktererschaffung habe ich konsequent auf die Regeneration verzichtet, da sie meiner Meinung nach mit meinem Verständnis von Live-Rollenspiel kollidiert.

    Es gibt aber noch ein Punkt, der sich ändern müsste: GSC und NSC müssen Todesstöße setzen dürfen (Meines Wissens nach, ist es uns untersagt, korrigiere mich bitte, wenn ich falsch informiert wurde.), damit wir für ausgleichende Gerechtigkeit sorgen können. *lach*

    Nein im Ernst! Du möchtest ein ernsthafteres, bedrohlicheres und tödlicheres Setting schaffen? Dann muss gleiches Recht für alle gelten.

    Gruß Josh

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    • Das mit den Todesstößen klingt leider wie eine (sorry) typische NSC-Aussage. Ich habe selbst bei mehreren NSC-Cons festgestellt, dass gerne ausgerechnet von denen mehr Risiko und Konsequenz gefordert wird, welche das Risiko selbst nicht tragen müssen…
      Besiegen und Verbluten lassen, ist fair und gut, Todesstöße sind eine Assi-Aktion, die vor allem zu OT-Frust führen.
      Das sage ich auch vor dem Hintergrund, dass ich zwischen den ganzen sehr guten CoM-NSC auch immer wieder auf (meist sehr junge) NSC gestoßen bin, welche Treffer nicht ausspielen und mit zwei Langschwertern durch die Gegen furchteln – Früher habe ich mich von denen dann eben niedermachen lassen, als Mischung aus „ist mir zu blöd“ und „im Spiel bleiben“ – Wenn ich jetzt mit Todesstößen rechnen muss, wäre ich weniger nachgiebig.

      Zum eigentlichen Thema muss ich jedoch sagen, dass der Wegfall von beiden Regernationsstufen ein Schritt in die richtige Richtung ist! Regi macht tatsächlich beinahe unsterblich, gerade nach den vielen RP die das CoM-Regelwerk spendiert. Vielleicht wird ja dann endlich mal wieder ein Heilerspiel angenommen, statt nur ins Lager zu humpeln (Fleischwunde am Bein..) und bei Bier und Bratwurst die Wirkung der Regeneration abzuwarten.
      Wobei es auch hier wieder ohnehin in der Regel die trifft, die schon vorher fair spielten – Gewinnenwoller spielen eben nicht aus, ob mit oder ohne Regernation.
      (Was die neue Regelung dennoch begrüßenswert bleiben lässt)

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      • Du, wenn es nach mir ginge, gäbe es keine Todesstöße, aber es gibt sie ja nun mal und darum sollte gleiches Reicht für alle gelten.

        Und klassische NSC Aussagen kann ich auch nicht gelten lassen, denn ich bin kein NSC, ich bin ein GSC und werde beim Charaktertod genauso behandelt wie ein Spieler ergo trage ich das gleiche Risiko.

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      • Du hast geschrieben:
        „GSC und NSC müssen Todesstöße setzen dürfen (…), damit wir für ausgleichende Gerechtigkeit sorgen können.“
        Ob in einem gSC tatsächlich der selbe Aufwand an Mitteln, Zeit und Herzblut steckt, mag auf den Einzelfall ankommen, gerade NSC, haben keine Konsequenzen zu fürchten, sie „respawnen“ einfach wieder. Von „Ausgleich“ kann hier schlicht nicht die Rede sein.

        Ich habe nichts gegen die Gefahr eines Charaktertodes, aber ich bin klar gegen die „konsequente“ Anwendung des Todesstoßes.
        Grund: Ich habe nach einer Larp-Pause, für eine Rolle die ich auf dem CoM zum ersten mal spielen werde, fast 300 Euro an neuem Kram eingedeckt, für GENAU DIESE Rolle – Wenn ich nun Pech habe, mein Charakter wird verwundet und verblutet, oder geht bei einer irrsinnigen Heldenaktion drauf (als Feldscher eher unwahrscheinlich) dann kann ich damit leben – Wenn ich aber einfach nur von einem Jüngling im Wappenrock umgefuchtelt werde (kommt eben vor) und zum Dank dafür, dass ich die Schläge annehmen, „getodesstoßt“ werde, wird mein Annahmebereitschaft geringer sein.

        Ich rede hier konkret von „sinnlosen“ todestößen, nicht von „Dieb klaut dem Oberbösewicht die Krone und kommt mit einem Verweiß davon“ – Sollte, wie oben (möglicherweise ironisch pointiert) Todesstöße im Kampf mit NSC die Regel werden, dann wird es einfach wohl eher dazu kommen, dass weniger ausgespielt wird, als das mehr „realistisch“ gespielt wird – Meiner Meinung nach dann übrigens auch zu recht!

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  25. Servus,

    Ich glaube es geht darum nach einem Con spannende Geschichten erlebt zu haben, die man weitererzählen kann. Wenn man nicht sterben kann oder sich keine Gedanken machen muss läuft man unvorbereitet und schluderig in den Dungeon, später hat man nichts spannendes zu erzählen. Genau das selbe gilt für verbluten…Regi, keiner interessiert sich für dich am Rand mit Regi, aber erzähl von der Story als du fast verblutet wärest…

    Ja der eine oder andere wird wirklich verbluten, aber es wird immer den Konflikt geben zwischen dem Grad an „Realismus“ den das Regelwerk abbilden will und dem Grad an Spass den man Leuten bieten will die verschiedenen Vorstellungen von Spass haben. Die Frage ist, will ich als Ersteller des Regelwerks einem Kämpfer der „nur“ kämpfen will (also möglichst schnell wieder in die Schlacht, möglichst ganz ohne Heilung) seinen Spass bieten oder will ich einen hohen Grad an „Realismus“ der einen solchen Krieger für Stunden an den Boden bindet, wo er geheilt werden und sich erholen muss.

    Meiner Meinung ist es ein Kompromiss dazwischen. Spass ja, aber Realismus auch ! Der Krieger muss seine Wunden überhaupt heilen lassen weil ansonsten der Realismus ganz verschwindet.

    Magische/Alchemistische Heilung ist im Prinzip ein Weg sich schneller heilen zu lassen wenn es keine Regi mehr gibt.

    Meine Vorschläge um dem entgegenzuwirken, wäre Fähigkeiten die Realismus und Spiel fördern schlicht besser zu machen, bzw. jedes der Heilungsarten verschiedene Vor/Nachteile zu geben.

    – Magische Heilung benötigt längere schönes Ausspielen der magischen Aktion des heilenden Magiers. (Kündigte Fabian ja schon an) Wunden müssen trotzdem gereinigt werden.
    – Alchemistische Heilung heilt zwar schnell, könnte aber noch eine Nachbehandlung notwendig machen oder zu Übelkeit führen. (Etwa für die gleiche Zeit, die ein Magier braucht um zu heilen vielleicht)
    – Normales Heilen funktioniert bei allem allerdings halt nicht so schnell
    – Evtl. Könnte man festlegen, das Alchemistische Heilung/Magische Heilung weniger Lebenspunkte eines Characters heilen als normale Heilung.

    Das sind nur so Vorschläge, die mir kamen als ich darüber nachdachte, wie man es regeln könnte.
    Am besten wäre wohl der Kompromiss zwischne Kämpfersau und Realismus insofern, dass der sich gerne einen Alchemistischen Trank schmeisst, wenn er nur einen Lebenspunkt verlohren hat, weil er dann so schön Übelkeit ausspielen kann bevor er in die Schlacht zurückkehrt, danach röchelnt am Boden liegt und nach einem magischen Heiler schreit ihm zu helfen damit er nach 10 Minuten wieder zurück kann und am Ende der Schlacht ins Lazarett auf die Pritsche fällt um den Teil seiner Knochen zu flicken, den Magie und Alchemie eben nicht haben heilen können…

    So viel erstmal dazu…
    Versus

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  26. Nach mehr oder wenigem gründlichen durchlesen muß ich sagen find ich Fabians Einwand das Helden nur in Situationen geboren werden wo es auch um Kopf und Kragen gehen kann sehr gut. Natürlich ist diese Todesstoss Diskussion so alt wie ich Forentechnisch denken kann…ein Ergebnis gab es nie. Ich denke es ist legitim das eine Orga ein Regelwerk als gültige Grundlage für ihren Con ausgibt und das es dann keine Disskusionen darüber geben muß, wems nicht passt kann den Con ja meiden.

    Natürlich kann man Spieler auf einem 5k Spieler Con nicht die ganze Zeit von SLs üerwachen und die einhaltung der Regeln immer durchsetzen aber wenn eine SL mitbekommt das gegen die Regeln verstossen wird, und ich sehe Opferregel spiel auf einem Con wo diese nicht vorgesehen ist durchaus als beschiss an, dann sollte eine SL sowas auch mal ansprechen.

    Larps werden durch die möglichkeit sterben zu können realistischer und das Rollenspiel wird vernünftiger wenn man nicht immer die möglichkeit eines Limbus Respawn hat wenn man mal wieder scheiße gebaut hat.

    P.S.:
    Mir viel auf das grade die Leute von Opferregel und abbruch von Rollenspiel durch Charaktertod sprechen, die ganz vorne mit dabei sind Todesstösse zu setzen uns wie mir auffiel sogar im Conquest Comic als Mörder verewigt sind…vielleicht eine etwas heuchlerische Einstellung.

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  27. Das Problem dabei ist ebenso alt wie das Hobby Larp ansich. Diejenigen die schon bisher Verwundungen nicht ausspielten weil sie keinen Bock dazu haben werden das auch weiter nicht tun nur weil irgendwer die Regenerations-Regel streicht. Wenn jemand seinen Charakter auf dem Conquest nicht sterben lassen will kann sich die Orga auf den Kopf stellen und mit den Füssen wackeln, er wird den auf dem nächsten Con einfach wieder anmelden, bei der Anzahl der Teilnehmer ist das eh unmöglich zu überwachen.

    Die einzigen deren Spiel sich dadurch vielleicht etwas ändern wird sind die welche bisher eh schon viel mit den Heilern gespielt haben und trotz „Regi“ zur Behandlung gingen oder den Schmied aufsuchten um mal eine Rüstung reparieren zu lassen obwohl das faktisch nicht notwenig ist.

    Deren Charaktere sterben nämlich einfach sehr viel schneller.

    Ob das Zielführend ist? In meinem Verständnis ist der Tod eines Charakters kein Ziel des Rollenspiels weil er kein bis kaum weiteres Rollenspiel erzeugt, aber da mag man sicher geteilter Meinung sein. Erzeugt er Spannung? Hm..früher vielleicht mal. Aber heute ist ein Typ der mit einem Gummimesser auf mich einsticht eben nur ein Typ der mit einem Gummimesser auf mich einsticht, auch wenn ich mich natürlich bemühe meinen Charakter so zu spielen als wär der Typ (und das Messer) echt.

    Man kann „schlechte“ Spieler durch Regeln nicht erziehen, das Spiel verbessert sich nur dann nachhaltig wenn man von selber einsieht wie man selbst im mechanismus „Rollenspiel“ funktioniert und wirkt und wie man für sich UND ANDERE das Maximum an Spiel und Spaß dabei herausholen kann.

    Wer aber nur da ist um WoW-Live zu spielen wird das genauso weiterhin machen.

    Grüße

    Frostie

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  28. Ich will nicht viel groß dazu sagen… wurde schon genug.
    Ich finds gut. Und wenn ich merke das jemand es mit den treffern übertreibt, dann hab ich kein Problem damit ihm freundlich aber bestimmt, in ruhiger Minute drauf hinzuweisen.

    Ich wäre schon zufrieden wenn viel mehr Leute am Ende der Schlacht auf dem Boden liegen würden und rumstöhnen und nach Heilern schreien würden.

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    • Ich kann mich Paolo da nur anschliessen in seiner Befürchtung.
      Es werden entweder:
      1) Weniger Leute rumliegen, weil sie aus Angst zu sterben einfach nicht umfallen oder
      2) Weniger Leute stöhnend und nach Heiler schreiend rumliegen, weil sie schon verblutet sind oder
      3) nur noch husch-husch-3-Sekunden-Heilungen vorgenommen, damit man auch ja alle versorgt bekommt, bevor der erste verblutet ist.

      Alle 3 Varianten klingen für mich irgendwie nicht danach, daß das Ziel von mehr und schönerem Heilerspiel erreicht wurde.

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      • Das würde aber nur bedeuten das die Leute jetzt „richtig“ spielen. Und DAS bezweifle ich doch stark.

        Ich glaub es wird nichts passieren. Die Leute werden so spielen wie immer und dann heist es wenn man sie drauf anspricht.. „Was echt?“ bin gespannt ob die Charabögen dann diese Punkte haben oder nicht.

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    • Das Risiko, dass es weniger werden, ist durchaus gegeben – Ich muss aber auch sagen, dass „schönes Verbluten“ kaum möglich ist.
      Man fällt in der Schlacht, lässt sich fallen und wird sofort aufgefordert aus OT-Sicherheitsgründen bitte am Schlachtfeldrand zu verbluten …

      Das ist nachvollziehbar, die Stimmung ist dann aber leider schon weg – so richtig spaßig ist es eben nicht, dann erst 100 Meter zu laufen und sich einen geeigneten Platz zum krepieren suchen zu müssen 😦

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  29. Ich möchte an dieser Stelle auch auf die ausführliche Diskussion auf Facebook hinweisen, die zu diesem Thema entbrannt ist:
    Entweder über meine Seite: http://www.facebook.com/fabiangeuss
    … oder direkt: http://www.facebook.com/note.php?note_id=219116961454374

    Für nächsten Montag ist schon ein Folgeartikel geplant in dem ich auf weitere Pläne für mehr RP auf dem CQ eingehen werde. Bis dahin muss ich mir aber noch einmal alle eure Kommentare durch den Kopf gehen lassen und vielleicht mag der eine oder andere ja noch etwas posten, das die Sache aus einem anderen Winkel beleuchtet.

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  30. Wenn man nicht will das sein Charakter stirbt soll man halt nicht in den Krieg ziehen. Da passiert so was nun mal.
    Das ausspielen von Verletzungen ist auf dem CoM so ziemlich das schlechteste was ich in all meinen Jahren auf Cons gesehen habe. Mal ganz abgesehen davon, dass sich dort sowieso zunehmend Leute herum treiben die ich mal als „Karnevalisten“ bezeichnen möchte. Es ist für mich mittlerweile zu einem Spaßevent verkommen – nur leider findet man als Person, die ein LARP erwartet dort keinen Spaß mehr – außer man lässt das IT sausen.

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    • Dieses Problem löst sich aber nicht druch eine Verschärfung des Regelwerkes, dessen punktgenaue EInhaltung eh nicht lückenlos überwachbar ist.

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  31. Ich glaube das Grundziel der ganzen Regelwerksänderungen ist dem CoM ein wenig den viel gehassten Festivalcharakter zu nehmen…was einfach schon aus Prinzip nicht so richtig funktioniert, solange es noch vor Spaßcharakteren und so nem Unsinn da wimmelt.
    Es ist ein Problem der Größenordnung, je mehr Teilnehmer es werden, desto mehr Spielstile sammeln sich da an, bzw. je mehr auch eines vom Veranstalter nicht gewünschten Spielstils. Aber die mit Regelwerken zu erziehen dürfte nicht funktionieren.

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  32. Das ist aber nicht das, was du in deinem ersten Posting gesagt hast. Dein erstes Posting war „Jeder kriegerische Handlung sollte mit Todesstoß beendet werden“ (leicht paraphrasiert). Das ist ein Absolutismus, an den sich noch nichtmal ein Sith wagen würde.

    Wenn du meinen Absatz durchliest, wirst du außerdem feststellen, dass ich nicht von Erwartungshaltungen geschrieben habe.

    Was Metagaming angeht: Gut und schön, aber wir spielen hier immer noch zusammen, um Spaß zu haben (zumindest tu ich das). Da kann man manchmal auch IT Konsequenzen abschwächen, um den Spielspaß zu erhalten.

    Und um mal gleich den kollektiven Aufschrei zu unterbinden: Das ist kein Argument für und wieder den Todesstoß, sondern nur gegen den Absolutismus der ersten Aussage von Ralf.

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    • Wer auf ein Con geht, dessen Regelwerk einen Todesstoß vorsieht (und dessen Orga die verminderte Todesrate und die mangelnde Konsequenz bemängelt), der hat ipso facto Spaß an einem wettkampforientierten Abenteuerspiel mit einem starken Element der Bedrohung. Lies Fabs‘ Antwort auf meinen ersten Kommentar. Es geht gerade um Nervenkitzel. Deine Mitspieler haben Spaß, gerade WEIL Du einen Todesstoß setzt (sofern Du den Kampf gewinnst).
      Wem das nicht passt, der kann ja auf Opferregelcons gehen. Bevorzuge ich ja auch. Aber „when in Rome do as the Romans do“.

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      • Ich stimme dir fast 100% zu; nur eine Ergänzung: Das ConQuest ist groß genug um Platz für verschiedene Gefahren-Level zu bieten. Gehe ich in die Stadt und spiele mit einem Diebes-Plot oder einem Bibliotheks-Plot geht die Wahrscheinlichkeit, dass mein Charakter dabei drauf geht gegen Null. Begebe ich mich in eine offene Feldschlacht mit 800 NSCs die von fiesen großen Kerlen angeführt werden riskiere ich ein Held zu werden – oder zu sterben.
        Ein Abenteuer Con braucht Helden. Doch wie kann ein Held ein Held werden, wenn er nicht verlieren (oder sterben) kann? Wer damit nicht kann soll nicht nach Rom kommen, denn geschenkt gibts nichts (siehe Doerchgardt 2008).

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  33. Wow Fabian 29 Antworten an einem Vormittag…nicht schlecht.
    Aber ich find deine Gedanken nicht schlecht. Als strikter Gegner von Opferregel und DKWDDK find ich Charaktersterblichkeit und Regelwerkstreue sehr gut schliesslich bin ich so vor 12 Jahren mit Larp angefangen.
    Das Problem daran ist nur das man sich als Spieler auf einer Veranstalltung sicher sein muß das sich auch alle anderen Mitspieler daran halten und man nicht einer von wenigen ist die so spielen.
    Wenn die Orgapräsenz und Regeldurchsetzung so gegeben ist, das man weiß das der Typ den man davorn umhaut auch nicht wieder mit selbstdefinierter Opferregel aufsteht und man den Charakter wenigstens auf dieser Veranstalltung nicht wiedersieht, dann würd ich gerne so wie von dir, Fabian, vorgegeben spielen.

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    • Schön, dass du hier auch mal unter deinem echten Namen postest Dirk 😉

      Aber ich glaube du hast mich in einem Punkt missverstanden: Ich finde DKWDDK hundert Mal besser als jedes andere Regelwerk. Und die besten Cons bisher hatte ich definitiv mit dem ZweiRegel System. Aber beide sind mit dem ConQuest-Alltag nicht vereinbar, zumindest im Moment noch nicht.

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  34. Zitat:“ …Dem Sinn eins Regelwerks. Neben Spiel-Konsequenzen […] sollte ein Regelwerk grundsätzlich auch immer spielfördernd sein.“

    Wenn das Regelwerk konsequent nach diesem Grundsatz überarbeitet werden soll, dann müßten auch Meucheln und die Regel für Torsotreffer durch Belagerungswaffen ersatzlos gestrichen werden. Beide sind für den betroffenen Spieler nämlich ebensowenig spielfördernd.

    Ausserdem stimme ich voll und ganz Anja zu, daß dann auch an der magischen und alchemistischen Heilung gedreht werden muß.

    Zitat: „Zweitens nimmt man den Heilern unglaublich viel Spiel weg. […] Wofür also so eine Fähigkeit? Wohl in erster Linie, damit Nicht-Magier-Charaktere irgendwo auch noch Punkte ausgeben können wenn sie sonst schon alles können.“

    Und genau an dieser Stelle irrst du gewaltig, Fabian. Fast alle Spieler, die ich kenne, mich eingeschlossen, sehen die Regi eben nicht als „Abkürzung“ der Heilzeit an, sondern im Gegenteil, als Chance, auch wenn man in irgend einer dunklen Ecke niedergeknüppelt wird, doch noch zu einem Heiler zu kommen, anstatt still und leise vor sich hin zu verbluten. Oder wenn mal wieder eklatanter Heilermangel herrscht, mehr Zeit zu haben, um geheilt zu werden.
    DAS ist nämlich z.B. für mich der einzige Grund, Regi zu haben: Es verhindert das Verbluten.

    Ich behaupte, daß du durch Streichung der Regi den Heilern wesentlich mehr Spiel wegnehmen wirst. Zum einen werden einfach potentielle Patienten wegsterben, bevor sich ein Heiler drum kümmern kann und zum anderen werden sich die Spieler einfach mit jeder Menge mehr Heiltränke eindecken, wie weiter oben bereits jemand schrieb.

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  35. Übrigens halte ich es im Sinne der geforderten Konsequenz und der gewünschten Sterblichkeit nach wie vor für zielführend, auf Cons, deren Regelwerk einen Todesstoß vorsieht, auch jede kriegerische Auseinandersetzung durch einen Todesstoß zu beenden.

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    • So ein BS. Sorry… aber was ist denn mit Duellgegner überleben lassen? Was ist mit Gnade? Und was ist mit „geiles Spiel – ich bring dich mal jetzt nicht um, damit wir sowas nochmal haben können“? Gefangen nehmen? Demütigen?

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      • Wieso BS? Die meisten Großcon-Gefechte sind doch eher Massengemetzel, in denen der Gegner stumpf umgehauen wird? Da ist das IT-Ziel doch, den Gegner zu erledigen, möglichst final, oder trügt mich da meine Erinnerung? Oder begnadigst du jeden Gegner, der dir in der Schlachtreihe unter die Klinge kommt?

        Inwiefern ein Duell jetzt im engeren Sinne eine kriegerische Auseinandersetzung ist, bleibt dabei sowieso diskutabel.

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      • Ja, was ist damit? Kann man machen, muß man aber nicht. Das gewünschte Ziel ist „reagiere konsequent auf deine Umgebung und rechne damit, dass sie auch konsequent auf dich reagiert.“ Wenn man eine kriegerische Auseinandersetzung eingeht, sollte man nicht mit Gnade rechnen. Und mit Metagaming wie in Deiner zweiten Option schon mal gar nicht.

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      • Was Ralf damit verdeutlichen wollte ist, dass es ein thoretisch valides und der Logik entsprechendes Verhalten wäre, denn in die Richtung geht der Spaß hier irgendwie langsam. Das er selbst so reagieren würde, möchte ich eigentlich ernsthaft bezweifeln.

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    • Jede kriegerische Auseinandersetzung mit einem Todesstoß zu beenden, halte ich für eine akademische Überlegung.
      Es fallen ohnehin schon wenige Leute, die die es tun, wissen zumindest, dass sie nicht im Vorbeitgehen gemeuchelt werden.
      Sollte es soweit kommen, dass jeder NSC im Nachgang den Todesstoß setzt, wird es in der Praxis so aussehen, dass NOCH weniger Leute überhaupt fallen, und wenn dann nur brav hinter den eigenen Linien – Den Todesstoß zur Regel zu machen, mag konsequent und „realistischer“ klingen, wird wegen des OT-Frustes aber eher zu weniger als zu mehr Ausspielen führen. Außerdem zu mehr „Pappnasenmorden“ mit der bekannten „Konsequenz als Deckmäntelchen“.

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  36. Super! Find ich klasse wie ihr derzeit versucht wieder zu mehr Rollenspiel zurückzukommen, obwohl immer mehr leute am CoM teilnehmen!

    Daumen hoch!

    vg

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  37. Moin,

    wenn ich es richtig verstanden habe, geht es dir darum, dass das Regelwerk „spielfördernd“ mit der Streichung der Regeneration wird. Und dadurch das ausspielen von Verwundungen und das Heilerspiel verstärkt wird.

    Wenn ich das nun also richtig verstanden habe, dann würde ich generell auch zur Überarbeitung von magischer/alchemistischer/profaner Heilung raten.
    Warum?
    Weil ein Magier nach Regelwerk nur 4 Worte und seine Komponenten benötigt, und danach ist nach 10min eine Wunde verheilt. (Ergo da nur 4 Worte benötigt werden ist die Heilerspieldauer minimal)

    Ein Alchemist braucht 10 bzw. 20min Braudauer für seinen Trank mit dem er Heilen kann. Da hat er schon mal 10 Minuten Darstellung seines Alchemiespiels ABER danach muss er einen Verwundeten nur finden und ihm die Sachen einflössen (nach Regelwerk muss er nichtmal die Wundereinigen) und nach 10min warten wirkt der Trank, die Wunde ist verheilt. Wieder ist das Heilerspiel bzw. das ausspielen von Wunden, Blut, Dreck und Fetzen 😉 hier sehr minimal.

    Ein Feldscher der profan heilt, muss laut Regelwerk schon generell 10min Heilerspiel betreiben (die Wundauswachen, zusammenflicken, einrenken usw.) um überhaupt eine Wirkung zu haben, und danach benötigt die Wunde auch noch weitere 2 Stunden um vollständig verheilt zu sein.

    Hier bekommt man das schönste Heilerspiel mit den dicksten Einschränkungen. (weil man noch 2h und nicht 10min warten muss). Bitte versteht mich hier nicht falsch, ich LIEBE profane Heiler. Ich finde es toll wenn sie sich den A****aufreissen für eine tolles Heilerspiel, wenn man mit Kunstblut eingeschmiert wird, und es dann vorsichtig wieder abgetupft wird. Man rumschreien kann usw. Ich finde das wirklich spielbereichend und denke das gute Heiler/Feldscher/Barder/Wundärzte-Spieler echt gold wert sind!

    Aber ich denke auch, dass ich nicht die Masse bin, und das die Leute die vorher nun Regeneration hatten, sich nun einfach mit Heiltränken eindecken und diese achnapsartig runterkippen, um schnell wieder einsatzbereit zu sein und nicht 2h warten müssen.
    WENN nun also der Versuch der Abänderung des Regelwerkes darin besteht, Heiler und deren Spiel zu fördern, dann sollte man es auch für die Masse attraktiver machen sich von denen durch schönes Spiel heilen zu lassen und nicht durch 4 magische Worte oder durch einen beherzten Schluck Zaubertrank. (Und hier ist es mMn gleich, ob man nun die Wirkzeit beim Magier verländert oder beim Heiler verkürzt)

    Soweit meine Meinung dazu 🙂
    Liebe Grüsse
    Anja

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    • Dem stimme ich weitestgehend zu. Alternativ könnte man es auch so handhaben, dass der Trankeinnahme bzw. der Heilung eine profane Behandlung der Wunde vorausgehen muss und die Behandlung mit Tränken oder Magie die Heilung im Nachhinein nur beschleunigt.

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    • Hallo Anja,

      Genau in die Richtung gehen auch die anderen Änderungen am Regelwerk, welche in den nächsten Wochen noch bekannt gegeben werden. Zum Beispiel wird es in Zukunft nicht mehr möglich sein, sich binnen kurzer Zeit mehrfach auf die selbe Art heilen zu lassen (Trank, Feldscher, Magier). Außerdem werden die Heilsprüche der Magier deutlich aufwendiger (nicht teurer).

      Mehr dazu jedoch an anderer Stelle.

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      • Ah, das klingt doch gut. Magiersprüche teuer zu machen hat ja auch mMn nichts mit besserer Darstellung zu tun.
        Ich bin gespannt ob es für alle mehr Anreize am profanen Heilspiel gibt.

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      • Wobei ich bei der Dauer, die benötigt wird, schon fast sagen würde, dass man die Feldscher davon ausnehmen sollte…damit wenigstens irgendein Vorteil verglichen zu den erheblich weniger Zeit benötigenden Magiern/Alchemisten entsteht(mal abgesehen von der tendenziell schöneren Darstellung).

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      • Und dann sind wir wieder bei der Blockwart Mentalität. Wer soll denn wirklich kontrollieren, wieviel Heiltränke der Spieler schon Intus hat oder wie oft er magisch geheilt wurde. Bekommt nun jeder Spieler seine Privat SL.

        Eure Ideen mögen ja schön und gut sein, aber auf einer Con mit 7000 Leuten ist das eben nicht umsetzbar.

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      • Da es aber Magier wie Sand am Meer gibt und dazu Energiefluide, sehe ich im „Leer“-Sein da keine wirkliche Beschränkung. 😉
        Ich bin gespannt und freue mich auf die Idee, wie die Magiersprüche aufwendiger werden sollen 🙂

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  38. Ich persönlich muss sagen, das ich diese neuen Regelungen nicht gut finde!
    Es werden die „bestraft“ die trotz allem schön spielen.
    Ich muss sagen, das ich persönlich mich nicht von irgendeinem Schnürhemdassasinen Todesstoßen lassen würde, nur weil er gerade aus besoffenen Gründen Spaß dran hat!
    Aber die Diskussion ist so alt, wie das Larp…
    Für mehr Spiel bin ich immer!
    Die Regenerations Fähigkeit zu ersatzlos zu streichen find eich allerdings nicht gut. Gerade bei kriegerischen Charakteren war diese sowohl stimmig wie auch passend und manchmal ebens lebensrettend. Das heißt ja nicht, das der „gute“ Spieler nicht trotzdem zu einem Heiler gegangen ist… (Was ich z.B. trotz Regeneration immer getan habe…)
    Warum muss man an funktionierenden Systemen immer rumdoktern um die „schlechten“ Spieler dazu zu zwingen besser zu spielen – was sie dadurch trotzdem nicht tun! Aber die guten Spieler damit zu bestrafen…?

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  39. Ich vermute am einfachsten ließe sich das „Problem“ vermutlich aushebeln, wenn man zugleich mit Ausschaltung der Regeneration die Zeit, die es bis zum Verbluten dauert generell leicht erhöht. Das könnte den Druck des Charaktertodes von den Spielern nehmen, ohne generell die Heilzeiten zu verkürzen, was ja das eigentliche Problem der Regeneration zu sein scheint, bzw. man könnte die Fähigkeit in so weit abwandeln, dass die Dauer bis Verbluten sich leicht erhöht.
    Zumindest vermute ich, dass es dem Leiden der NSC etwas entgegen wirken könnte, ohne das beabsichtige Spiel unter Spielern direkt zu behindern.

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    • Wir sprechen hier immer noch über ein Regelwerk, dass auf einem 7000-8000 Personen Con angewendet wird. Die Wahrscheinlichkeit irgendwo am Schlachtrand unbeachtet liegen zu bleiben und zu verbluten dürfte irgendwo im niedrigen Kommastellenbereich liegen.

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      • Ich dachte eher gerade die Größenordnung trägt dazu bei, dass man eher mal da liegt, wo während der Schlacht gerade keiner ran kommt. Alternativ hat je nach Menge der Verletzten auch mal der verloren, der am längsten rumliegt. Da Heiler oft zu der Meinung tendieren „Kämpfer können das ab“(vermutlich geprägt durch Regeneration), bleiben die tendenziell auch am längsten liegen, bis sich einer drum kümmert.

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      • Aus diesem Grund werden hoffentlich auch die Heiler durch diese Diskussion und das neue Regelwerk mal wachgerüttelt und halten ihre Schäfchen nicht mehr für unsterblich. Heiler in die Schlacht sag ich nur! Oder zumindest an den Schlacht-Rand. Dort können sie auch gleich die OT Griller vertreiben!

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  40. Ich möchte gar nicht viel sagen, nur ein paar kleine Pünktchen:

    1. Ich finde das gut und bin für mehr SPIEL und Darstellung auf Cons, getreu dem Motto, Spiels aus du Sau 🙂

    2. Hoffentlich fördert diese Abschaffung mehr Spiel unter den Spielern, obs so sein wird… Mal schauen

    3. Ich glaube – auch wenn ich hinter Fabs Idee stehe – das dadurch in den Schlachten jetzt noch härter drauf geknüppelt wird, da viele Angst um ihren Charakter haben, ich hoffe, dass die NSC’s nicht darunter leiden müssen

    Also nochmal… ich bin dafür, so wenig Regeln wie möglich zu haben damit man mehr zum Darstellen als zum Punkte sammeln übergeht.
    Ich hoffe das funktioniert und sehe positiv in die Zukunft

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  41. „Was ich bis heute nicht verstehe ist, warum die Regeln auf einer Con laufend hinterfragt werden?“

    Nota bene: ich hinterfrage hier keine Regel. Ich plädiere auch nicht für DKWDDK oder „Zwei Regeln“ auf Live-Adventurre-Veranstaltungen. Ich sage nur: Fabs befindet sich im Irrtum, wenn er glaubt, die Conquest-Regeln hätten irgendwas mit der Spielphilosophie hinter den „Zwei Regeln“ zu tun.

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    • Hallo Ralf,

      schön, dass du davon Abstand nimmst, aber ich glaube, dass betrifft dich auch gar nicht. Auch wenn das keine Meinungsfrage ist, sehe ich es auch so, dass das ConquestRegelwerk mit der Spielphilosophie hinter den „Zwei Regeln“ nichts zu tun hat. Sie mögen ja in dem Punkt „spiel irgendwas“ eine Gemeinsamkeit haben, aber so rudimentäre Gemeinsamkeiten haben auch Menschen und Steine.

      LG

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      • Ich glaube den Punkt der Diskussion können wir mal langsam abschließen. Ich habe Ralf oben ja nur erwähnt, weil ich ihn bei einem fast wörtlichen Zitat seiner ZweiRegel nicht übergehen wollte.

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  42. Ich habe das blöde Gefühl, diese Regeländerung wird den gegenteiligen Effekt haben. Die Tendenz der Leute länger zu stehen und garnicht erst zu Boden zu gehen, bzw. unsauberes Kämpfen auf Grund der höheren Wahrscheinlichkeit auf Charaktertod wird tendenziell steigen.
    Ob das spielfördernd ist? Ich glaube eher nicht…

    Auch zweifle ich, dass erzwungener Charaktertod, der nicht freiwillig gewählt wurde irgendwem sonderlichen Spaß bereitet.

    Kann sein, dass ich mich generell irre, aber ich vertrete die Theorie, je mehr erzwungene Konsequenz man den Spielern diktiert, desto mehr OT-Angst um den Charakter kommt ins Spiel. Mit der Folge, dass statt schöner Aktionen eher der OT sicher Weg gegangen wird, bzw. die Wahrscheinlichkeit für unschöne Aktionen zur Charakterrettung steigt.

    Alles in Allem muss ich zu dem Ganzen hier sagen, man kann sich nicht dagegen wehren, aber toll finden muss man es auch nicht.

    MfG Paolo

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    • Wie Andi weiter oben geschrieben hat: Regi war eine ganz dicke Option im Regelwerk, unschönes Spiel so halbwegs noch regelgerecht durchzuführen. Wer jetzt nicht zum Heiler geht nach einem Kampf der betrügt ganz einfach.

      Ich bin mir sicher dass dadurch weder das „zu viele Treffer kassieren“ Problem behoben wird noch dass dadurch mehr SCs sterben. Meine Hoffnung ist vielmehr, dass jedem Einzelnen deutlich bewusst wird DASS er betrügt. In einer Schlacht mal nicht so genau mitzählen ist eine Sache. Während du von Adrenalin geflutet in der Reihe stehst und wütest kannst du dein Gewissen ignorieren. Wenn du danach ins Lager zurück kehrst wird es schon etwas stiller und vor allem wundern sich womöglich ein paar Leute um dich herum… und DANN könnte bei dem einen oder anderen die kleine nagende Stimme sagen „du bescheisst grad indem du deine Wunden nicht ausspielst“ …

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      • Der Unterschied, den ich sehe ist, einige werden statt zu betrügen vermutlich dazu übergehen härter draufzuknüppeln, dumpf zu betrügen oder unschöne/nicht charaktergerechte Aktionen zu bringen. Zum Heiler wird deswegen keiner rennen, der es vorher nicht auch getan hat. Eine Verschönerung des Spiels in irgendeiner Weise halte ich demnach für unwahrscheinlich. Derweil jemand, der Heilerspiel trotzdem durchzieht es auch vorher mit Regeneration schon getan hat.

        Ich vermute am Ende trifft es mit dem frühzeitigen Sterben eher die SC, die regelgerecht spielen, als den Anteil, auf den die Aktion im Endeffekt zielen soll. Dem „anvisierten“ Spielerklientel wird vermutlich vollkommen hupe sein, ob sie nach definierten Regeln betrügen.

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  43. Hallo zusammen,

    Gehen wir doch einmal davon aus:
    Als die Regel der Regeneration für das Larp entdeckt oder erfunden wurde, geschah dies durch einen klugen und gutmütigen Menschen der es sich zur Aufgabe gemacht hatte ein Handout zu schreiben um nicht jedem einzelnen der 10 Teilnehmer erklären zu müssen wie man sein (also das des Autors) Hobby spielt. Er ist also an seinem Schreibtisch die einzelnen Situationen durchgegangen welche auf so einer Con passieren können. Unter keinen Umständen wird sich dieser Mann überlegt haben welche Kniffe er einbauen kann, damit die Teilnehmer seine Regeln gegen ihn verwenden können. In meiner Welt, und die ist bekanntlich immer etwas anders, kann es also nur eine Überlegung geben: „Angenommen ich habe einen Heiler und 5 Soldaten und alle verbluten nach 1 Minute und eine Behandlung dauert 2 Minuten… dann kann ein Heiler nur einen Soldaten retten… 4 werden sterben“

    Die logische Konsequenz war es den Kämpfern etwas Zeit zu „erkaufen“ und eine Regel zu erfinden die sie davor schützt und ihnen eine legitime Regel an die Hand zu geben um auf das Heilerspiel warten zu können. Das Thema ob „Larp“ nun regeln braucht, oder nicht, gehört hier an dieser Stelle gar nicht hin. Es gibt Cons mit und Cons ohne Regeln. Obgleich ich Fabs Meinung nicht unbedingt teile, freue ich mich immer wieder wenn ich in den Antworten lese:

    „Warum muss man Leuten Spiel aufzwingen dass sie nicht haben wollen?“
    Ganz einfach – weil der Veranstalter die Regeln macht und nicht der Teilnehmer. Kommst du in mein Wohnzimmer, ziehst du die Schuhe aus, ob du das willst oder nicht – und falls jemand damit ein Problem hat ist das Problem sicher nicht meine Einstellung zum Thema Schuhe im Wohnzimmer. Ist natürlich blöd, wenn man dann Löcher in den Socken hat, oder diese schon seit 3 Wochen trägt… die Auswirkungen dessen sind ähnlich Lecker wie manche Argumentationsführungen zum Thema „Larpphilosophie“ oder „Regeln“.

    Was ich bis heute nicht verstehe ist, warum die Regeln auf einer Con laufend hinterfragt werden? Geht ihr auch ins Kino und lasst euch verschriftlichen warum ihr eure eigenen Getränke nicht mitbringen dürft, oder ignoriert ihr das auch einfach? Eine Alternative wäre natürlich noch in ein anderes Kino zu gehen… Das einzige was hier passiert ist doch nur, dass der selbsternannte weiße Ritter fürchtet seine weiße Weste zu verlieren, weil eine Regel seine Auffassung einschränkt. Immer wieder die gleichen Argumente… die in etwa nach abgestandenem Bier schmecken. Das tragische an der Sache ist, dass man andere vorschiebt und auf deren Rücken argumentiert. Wer von euch rennt denn allen ernstes auf einer Con rum und denkt darüber nach ob sich „der da hinten“ auch wirklich an die Regeln, oder die eigene Philosophie hält. Wahrscheinlich genau so viele Menschen wie jene, die den Namen ihres Postboten kennen und wissen wo er wohnt – ich weiß im Übrigen nicht mal wie meiner aussieht.

    Wenn ich nun davon ausgehe, dass jeder den Regeln getreu spielt, dann sehe ich aus rechnerischer Sicht zukünftig ziemlich schwarz für die Kriegerschaft auf der Großveranstaltung. Da dies aber nicht passiert wird sich kaum etwas ändern, außer die Tatsache, dass jene weißen Ritter nun ein schlechtes Gewissen haben wenn sie etwas länger liegen bleiben, weil ihnen, die von den Regelautoren erfundene, Zeit nicht mehr gibt. Punkte hin oder her, Regeneration war doch für den vernünftigen Menschen doch nur fürs eigene schlechte Gewissen, damit man in frieden liegen, bluten und auf den Heiler warten konnte (von denen es bekanntlich zu wenige gibt und die ja auch alles ausreichend ausspielen sollen).

    Tatsächlich bin ich aber begeisterter DKWDK Spieler und ein Fan der Zwei-Regeln-Philosophie, bin aber nicht der Meinung, dass man irgendwas interessanter gestalten müsse nur weil es manch einem so nicht passt und unterstütze die Ansicht, dass man sich durchaus manchmal einfach fügen muss, oder eben seine Konsequenzen daraus zieht. Und der Betty schreibt es so schön, dass er „keinen Bock auf Heilerspiel“ hat… früher war das mit Regeneration einfacher, da hatte man etwas für das eigene Gewissen (was sich nun nicht mehr auf Betty bezieht, weil ich ihm das nicht unterstellen möchte) und heute werden jene eben einfach mogeln (müssen) und es wird sich niemand (wie immer) daran stören, wenn es nicht übertrieben wird. Das Problem ist doch nur, dass sie sich nun gezwungen sehen zu mogeln um so zu spielen wie sie es gewohnt sind und das ist den Menschen in der Regel immer (in allen Bereichen) ein Dorn im Auge und ich habe dafür auch vollstes Verständnis.

    Zusammenfassend will ich sagen, dass ich die Abschaffung der Regel (unter der Voraussetzung, dass sich die meisten dran halten – Regeln machen ja nicht viel Sinn, wenn man davon ausgeht, dass sie nicht eingehalten werden) rein rechnerisch schlichter Unsinn ist und ich jedem Charakter einen dramatischen Tod gönne und wünsche, an den sich der Spieler noch lange erinnert, was meist schöner ist als irgendwo nach einem Anschlag, einer Schlacht oder sonst wo schlicht zu verbluten, weil der Spieler ein fairer Mensch und echter weißer Ritter ist, der sich an die Regeln halten möchte.

    Und nun: Zerreißt meinen Text in der Luft ihr Löwen da draußen, ich mag solche Gespräche ja durchaus =)

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    • Danke, Andreas!

      Klare Worte, denen ich gern zustimme grad in Bezug auf das Hinterfragen von Regeln. Wäre ja lustig, wennz.B. jeder im Straßenverkehr fahren würde, wie er wollte … und so förderlich!

      Tja, dumm gelaufen für alle, die sich hemmungslos abreagieren wollen in ihrem Hobby: Regeln sind wichtig, das lernen sogar kleine Kinder schon!

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      • Faron, du verwechselst da etwas.
        Das Hinterfragen von Regeln selbst hat etwas damit zu tun ob man diese sinnig oder un-sinnig findet. Das hat nichts damit zu tun, ob man sich diesen Regeln fügt oder nicht. Ich selbst füge mich den bestehenden Regeln sowohl auf dem CoM als auch im Straßenver-kehr. Aber das heißt nicht, dass ich sie für sinnig halte und in den dafür vorgesehen Platt-formen nicht über sie diskutiere (Foren und Blogs darüber sehe ich als dafür vorgesehene Plattformen). Es geht auch vor allem nicht darum keine Regeln zu haben. Weder im Stra-ßenverkehr noch auf dem CoM. Es geht um diese eine Regel. Stell dir vor, es würde in die StVO aufgenommen, dass man nach dem Grünschalten der Ampel erst noch 5 sekunden warten und einmal den Warnblinker setzen muss bevor man weiterfahren darf. Darf ich diese Regel für unsinnig halten und über deren Sinn oder Unsinn diskutieren? JA. Heißt das, dass ich Regeln wie die StVO komplett abschaffen/ignorieren will? NEIN. Es geht mir um diese eine (in meinen Augen unsinnige) Regel Daher: Regeln im generellen mögen wichtig sein, aber im spezifischen Einzelfall kann das anders aussehen.

        @Andreas
        Ich stimme dir in vielen Punkten zu. Da du aber so direkt auf meine Worte eingingst: Ja, es ist ihr Wohnzimmer und damit haben sie jedes Recht Regeln zu erlassen und die Leute haben sich dran zu halten. Das will ich ihnen auch gar nicht abstreiten. Aber wenn man Leute in seinem Wohnzimmer haben möchte, und davon möglichst viele, die am besten noch Geld dafür bezahlen von dem man leben will, dann sollte man einigermaßen auf die Bedürfnisse der Gäste in seinem Wohnzimmer eingehen. Die Regel hier tut mMn genau das Gegenteil. Sie wird, wie du es sehr richtig schreibst, nicht merklich viel ändern im Spiel. Das hat auch Fabs bereits gesagt. Allerdings wird es bei einer Menge Spielern, auch wie du sehr richtig schriebst, die Laune drücken. Ich habe also eine Regel die im Spiel nicht merklich etwas verändern wird und die einer Menge Spielern den Spaß vermindert. Mein Punkt ist simpel: Ist es aus Dienstleistersicht, der ja im Allgemeinen darauf ange-wiesen ist, dass seine Kunden (die Teilnehmer) zufrieden sind, damit sie, und ggf. noch mehr Leute in sein Wohnzimmer kommen, taktisch klug, solch eine Regel einzuführen, die keine messbaren positive, sehr wohl aber negative Effekte haben wird, oder führt das im Gegenteil nicht zu einer Verschlechterung meiner Gesamtsituation? Wenn Fabs/LA im Generellen dazu sowas sagen würde wie: „Jap, wir sind uns der Konsequenzen bewusst und nehmen diese für die sich für uns ergebenden positiven Effekte (mehr Ambien-te/Rollenspiel) in Kauf.“… Wunderbar. Das wäre durchaus eine Aussage die mich befriedi-gen würde. (Ich würde es auf meinen Veranstaltungen dann zwar immer noch anders machen, aber das ist ja mein Ding, und wie richtig gesagt, würde ich mich auf dem CoM dem Reglement fügen.) Wenn sie diese Effekte nicht gesehen haben, so war mein Anlie-gen ihnen diese Effekte ein wenig vor Augen zu führen, damit sie ihr Handeln evtl. noch einmal überdenken können und ggf. an ihre Wünsche anpassen.

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  44. Der Trugschluss an einem Regelwerk generell ist, dass man meint, mit Regeln unvernünftige Personen zu einem vernünftigen Spiel zwingen zu können. Das mag in Ausnahmefällen auch funktionieren. Meine Wahrnehmung ist aber die, dass man auch MIT Regelwerk vernünfitge Spieler braucht und dass ein Regelwerk manchmal gerade auch die unvernünftigen Schützt (Gutes Beispiel mit der Regeneration 🙂 ). Man kommt also weder mit noch ohne Regelwerk darum herum, auf die Vernunft der Spieler zu setzen.

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    • Genau meine Meinung, Tinu. Aber im Grunde bestätigst du unsere Entscheidung doch: Das Regelwerk ist nicht das einzige Mittel zum Zweck. Es ist nicht einmal eines der Wichtigeren. Aber es sollte die Grundvorstellung des Spiels genauso wiederspiegeln wie die anderen Aspekte des Cons. Daher die Änderungen. Wo habe ich bitte geschrieben, dass wir lediglich eine Fähigkeit aus dem Regelwerk streichen und dann davon ausgehen, dass sich alle Probleme in Luft auflösen? 🙂

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  45. Hallo an Alle,

    es ist egal welche anderen Regeln oder Verhaltensvorschläge Fabs als Beispiel verwendet hat und auch ob sie zu 100% stimmig sind. Fakt ist, wir sehen zu viele Teilnehmer ( ich verwende bewußt nicht das Wort Spieler ), die sich nicht darum scheren ob sie sich stimmig und spielfördernd verhalten. Wir haben ohne ein Regelwerk gar keine Handhabe mehr gegen dieses Verhalten. Das Regelwerk ist also eine Art ständige Erinnerung daran , daß jede Aktion eine Reaktion im Spiel bewirken kann und soll . Am schmerzlichsten bemerkt ein Spieler das nunmal in Situationen in denen sein Charakter in Gefahr ist.
    Fakt ist weiterhin, dass wir uns vor Jahren entschieden haben ein RollenSPIEL zu veranstalten und eben kein Gewandungstreffen. Es steht jedem frei sich dieser Idee zu verschreiben oder nicht. Wir wollen jedoch, auch wenn teilweise gegenteiliges behauptet wird, auf unseren Veranstaltungen eine fremde Welt simulieren und eine dichte Atmosphäre erzeugen – Diese Arbeit können wir aber nicht allein leisten sondern jeder ist gefragt sein Bestes dafür beizutragen und wer keine Lust darauf hat – so hart es klingt – der soll einfach nicht kommen.

    Tommy

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  46. Eine der Aussagen, nämlich dass man immer irgendwie im Spiel auf angespielt werden reagieren soll, ist tatsächlich Teil der zwei Regeln von Ralf, ansonsten schließe ich mich jedoch an, dass die Aussage, das Regelwerk seie verbindlich, die Grundaussage der zwei Regeln ad absurdum führt.

    Auch solche Aussagen wie „Regi nimmt den Heilungsspielern das Spiel weg“ ist in meinen Augen falsch. Leute die mit Heilern spielen wollen nehmen sich keine Regeneration oder gehen trotz dieser zu ihnen. Leute die nicht mit Heilern spielen wollen tun das auch ohne Regeneration nicht. Warum muss man Leuten Spiel aufzwingen dass sie nicht haben wollen? Das ist doch viel eher einengend als spielfördernd. Sollte man vielleicht nicht eher Anreize schaffen, das Heilungsspiel zu fördern, als das Gegenteil einfach zu verbieten?

    LG,
    Betty

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    • Wie weiter oben schon geschrieben wird das ConQuest bis auf weiteres nicht ohne Regeln auskommen. Leider. Da wollen einfach zu viele Leute mit zu unterschiedlichen Vorstellungen von LARP (und leider auch davon, wie weit man Regeln beugen kann ohne zu betrügen) gleichzeitig auf einer Wiese irgendwie miteinander auskommen.
      Aus diesem Grund sprechen wir uns ausdrücklich FÜR ein straffes Regelwerk aus. Wir sind bemüht es immer weiter zu vereinfachen und vielleicht haben wir ja irgendwann ein DKWDDK Konzept das funktioniert. Bis dahin werden wir das Regelwerk aber weiterhin verwenden, um ein FAIRES Spiel zu veranstalten. Und dazu gehört auch, dass jeder dazu aufgefordert wird mit den Konsequenzen seines Spiels weiter zu spielen. Die Regi-Regel war in diesem Sinne eine Freikarte, sich vor den Folgen von Verwundungen im Kampf zu drücken und ist daher gestrichen worden.

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      • Es geht mir auch gar nicht darum, auf dem CoM die Opferregel bzw. sogar nur die zwei Regeln einzuführen. Dass das nicht klappt bei der bestehenden Spielerschaft ist verständlich. Allerdings sieht die Situation doch so aus, dass einige Leute kein Heilerspiel betreiben wollen weil sie daran keinen Spaß haben. Jetzt ist es meiner Meinung nach besser, wenn man mehr Anreize bieten würde, dann doch das Heilerspiel zu betreiben, damit die Leute freiwillig das machen, als über Regeln die Spieler zu etwas zu zwingen worauf sie nachweislich keinen Bock haben. Ich selbst habe auch selten Bock auf Heilerspiel (gut, ich kämpfe auch nicht aber das ist eine andere Geschichte).

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      • Auch hierzu ( zusätzlich zu meinem Post unten ):

        Wieso spielt man einen Kämpfer wenn man nicht geheilt werden will ? Wieso einen Heiler wenn man nicht heilen will ? Wie kann es sein, dass sich sogar gute Spieler, die meiner Meinung nach,sowieso jede der regeltechnisch gesetzten Vorgaben weit überschreiten und sich viel mehr Mühe geben als gefordert, über Regeln aufregen?
        Ja es ist deprimierend als Heiler jemand zu heilen der keinen Bock drauf hat – ABER GENAU DARUM GEHTS DOCH ! Es soll wieder ein Auge dafür geschaffen werden, dass es um ein Spiel geht, um Darstellung, um eine Simulation einer Welt nicht um bloses zur Schau tragen teuerer Ausrüstung. Der Kämpfer der nicht geheilt werden will soll deutlich erkennen wie unangemessen und schlecht seine Darstellung ist.

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      • Warum spielt man einen Kämpfer wenn man nicht geheilt werden will: Ich muss gestehen, in meinen Augen hat das Kämpferspiel nur bedingt etwas mit Heilerspiel zu tun. Ich kann mir gut vorstellen dass einige nur knüppeln wollen oder aus anderen Gründen das Heilerspiel nicht als Teil dessen sehen.

        Warum spielt man einen Heiler wenn man nicht heilen will: Wüsste ich nicht warum, hat aber auch keiner behauptet bisher dass die Heiler nicht heilen wollen, wenn ich den Diskussionsverlauf richtig mitbekommen habe.

        Warum sich aufgeregt wird: Weil das über das Medium Internet so schön geht 😉 Ich für meinen Teil habe mich nicht aufgeregt hier, sondern wollte nur auf den Dienstleisteraspekt hinweisen den ich bei LA sehen würde, und dem diese Regeländerung mMn zuwiderläuft

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      • Anzumerken sei noch, dass ich es persönlich gut finde, wenn man versucht sich mehr auf die Darstellung zu konzentrieren. Ich persönlich würde halt nur einen anderen Weg wählen zu versuchen die Spieler dorthinzubekommen. 🙂

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      • „Ich kann mir gut vorstellen dass einige nur knüppeln wollen oder aus anderen Gründen das Heilerspiel nicht als Teil dessen sehen.“ – Ich würde jedem, der das genauso sieht, dringend anraten zu Hause zu bleiben oder sich zumindest mal grundsätzlich Gedanken darüber zu machen auf was für eine Veranstaltung er da fährt.

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      • Da möchte ich kurz nachhaken, nur dass ich mich nicht falsch angegriffen fühle.

        Meinst du alle Leute die so denken wie ich?
        Zur Definition: Das wäre Leute, die anerkennen, dass es auch andere Spieleinstellungen gibt und diese tolerieren. Nichts anderes sollte durch die von zitierte Stelle ausgesagt werden. Dort ist keine Wertung von mir hineingelegt worden. (Ich spiele nebenbei eh keine kämpfenden Charaktere, womit das Problem für mich persönlich irrelevant ist.)

        Oder meinst du damit alle Leute die so eine Einstellung haben wie „knüppeln wollen“?
        Dann wiederum würde ich dir nämlich sogar zustimmen was das Gedanken machen etc. angeht.

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  47. Ich erkenne gerade eben die Grundsätze der zwei Regeln nicht wieder. „Das Regelwerk hat keinen Vorschlags-Charakter sondern gilt verbindlich für alle Spielsituationen auf unseren Veranstaltungen“ ist eine klare Absage an deren Philosophie.

    Dann erscheint es mir etwas merkwürdig, daß im gleichen Atemzug behauptet wird, die Opferregel tauge nichts für große Cons in dem auch berichtet wird, daß Charaktertode auf dem JdS zu endlosen Debatten geführt hätten. Der naheliegende Schluß aus den Debatten scheint mir doch eher zu sein, daß Konsequenz und verbindliche Tötungsregeln für große Cons nicht taugen.

    Und zu guter Letzt: ich schreibe mich mit F. 😉

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    • Hi Ralf, schön dass du dich gleich zu Wort meldest. Ich dachte mit dem Einschub „in EINIGEN dieser Punkte mag man…“ schon darauf hingewiesen zu haben, dass meine Aussage nicht deckungsgleich mit deiner Grundphilosophie ist. Falls dir die Formulierung oben trotzdem immer noch zu sehr gegen den Strich geht und du nicht genannt werden möchtest nehm ich den Verweis gerne heraus. Bis dahin ist er immerhin schon einmal mit F geschrieben 😉

      Wie ich eben schon Sandra auf Facebook geantwortet habe, bin ich grundsätzlich der Meinung, dass LARP in einer perfekten LARP Welt komplett ohne Regeln auskommen kann. Nur leider sind wir nicht in dieser Welt und besonders Großcons wie das CQ sind weit davon entfernt ohne Reglen auszukommen. Einfach, weil es viel zu viele Leute gibt, die überzeugt sind darum kämpfen zu müssen, mehr Spaß im Spiel zu haben als andere.

      Zu oft musste ich beobachten wie in den letzten Jahren (als Beispiel) Spieler in einen Dungeon gegangen sind und das Ganze eher als Geisterbahn besuch denn als Spielangebot für ein gefährliches und aufregendes Abenteuerspiel gesehen haben – denn im Dungeon kann ja keiner sterben, ist ja nur Spässeken hier. Sterben tu ich dann, wenns cool ist – und nicht wenn ich zu ungeschickt war und eine Falle dreimal hintereinander ausgelöst habe statt nach dem ersten mal umzukehren. Nur leider geht damit auch der Nervenkitzel und das Abenteuer flöten, wegen dem man ursprünglich auf ein Abenteuer-Con gefahren und in den Dungeon gegangen ist.

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