Mittelpunkt 2018 – Our Story….

Wir Ladys von LA waren auf dem Mittelpunkt!

Nachdem in den vergangenen Jahren die Kommerzialisierung und Professionalisierung im LARP zwar durchaus immer wieder mal eins der dort auch verhandelten Gesprächsthemen war, kam man spätestens diesmal nicht mehr drum herum: Dieser Mittelpunkt stand ganz im Zeichen der Fragen, wie LARP in Zukunft aussehen wird, worauf wir uns als LARPer/innen, Orgas, Händler/innen und Handwerker/innen einstellen müssen und wie wir alle – ob wir nun Hobbyisten, Vereine oder Firmen (oder ein Gemisch aus alledem) sind – darauf einwirken können. Wie wir uns zudem dafür einsetzen können das LARP so vielfältig, divers, pluralistisch bleibt wie es ist. Beziehungsweise, wie wir alle dabei helfen können, dass wir als LARPer*innen die – wie es Daniel Pause (1. Vorsitzender des DLRV) im Eingangspanel ausdrückte – Deutungshoheit darüber behalten, was LARP ist.

Was wir großartig fanden war, dass grundsätzlich Einigkeit bestand, dass Professionalisierung nicht als Bedrohung angesehen wird und wir nicht vor lauter Angst eine Grabenmentalität entwickeln sollten. In den Vorträgen, Workshops und Gesprächsrunden, egal ob im Programm oder in den vielen Randgesprächen, standen immer die Vorteile im Vordergrund und auch der Wille, LARP als Hobby voran zu bringen: Niemand will jemandem etwas wegnehmen oder streitig machen, private Orgas, Vereine und Hobbyisten sollen profitieren und unterstützt werden. Es soll mehr LARP geben, nicht weniger: Alle Interessen, ob Hobby, Spaß, Bildung oder ein Einkommen zu generieren, sind gleichberechtigt und müssen ihren Platz haben.

Gemeinsam sind wir stark!
Auch das Motto unseres Zusammenschlusses mit den Burgschneiders! Diese Bombe auf dem Mittelpunkt platzen zu lassen sorgte für viel Gesprächsstoff und führte zu spannenden Randgesprächen. Und wir sind so stolz! For the great things to come!!!

Wie weit wir Larper gekommen sind zeigte auch die Verleihung des FRED. So viele und so unterschiedliche Nominierungen wie in diesem Jahr gab es noch nie. Vom Drachenfest bis zum experimentellen Psychodrama-LARP bis hin zum Minilarp war alles dabei. Es wurden Spielergruppen gewürdigt, private Orgas, innovative Konzepte und technische Leistungen. Das zu feiern und sichtbar zu machen ist enorm wichtig.

Neben all diesen „wichtigen“ Dingen zeigte sich aber noch etwas viel wichtigeres: LARPer wissen, wie man Party macht. Die FRED-Gala wurde nerdgerecht um Mitternacht von einem Rock-Paper-Scissors-Monstermatch „überfallen“, die die Party in eine wilde, laute Untergrund-Wrestlingshow verwandelten. Nicht geplant, nicht angekündigt. Was noch- Passwort-Partys, geheime Panels, Insider, Der Nummernboy, old-school stories und der „old fart table“.

Rock-Paper-Scissors! (Fotograf: Ralf Hüls)

Das ist, was uns ausmacht: Wir sind alle wahnsinnig und machen keine Gefangenen, wenn es um unsere Leidenschaft geht. Solange das erhalten bleibt – nein, solange es davon immer mehr gibt – muss niemand Angst um uns haben.  Leute und Firmen, die das nicht verstehen oder denen das peinlich ist, haben bei uns nichts verloren! In diesem Sinne: Mehr ist gut. Besonders sein ist gut. Wenn LARP Mainstream wird, bedeutet das, dass die Hippies, die Nerds und die kompromisslos Verrückten Mainstream werden, ansonsten kann uns der Mainstream gestohlen bleiben.

Und so haben wir uns glücklich und ziemlich müde auf dem Heimweg gemacht, geflashed von vielen Eindrücken, Ideen, großer Motivation und nicht zuletzt mit dem guten Gefühl auf dem verdammt richtigen Weg zu sein!

Howdy Kattl & Eva

Beste Bar mit dem besten Keeper aller Zeiten! (Foto: Ralf Hüls)

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