Interview: Naruvien Art&Design

Das ConQuest (wie auch alle anderen Live Adventure Events der Mythodea-Kampagne) ist inzwischen viel zu groß, als dass wir alle Projekte im eigenen Team umsetzen könnten. Das ganze Jahr über wird genäht, geschnitzt, geklebt und konstruiert. Gezeichnet, geraspelt, gegossen und kaschiert. Egal ob mit Styropor, Stoff, Worbla, Schaumstoff, Latex, Metall oder Farbe – um unsere phantastische Welt ins richtige Licht zu rücken ist uns kein Weg zu lang!

Dabei werden wir seit Jahren von einigen Firmen begleitet, die wir Euch in einer Interview-Serie etwas genauer vorstellen wollen. Nach den Schmieden von letzer Woche machen wir weiter mit dem Werkstoff Thermoplast und „Naruvien Art&Design„: 

Fabian Geuß (Live Adventure): Wer versteckt sich hinter Naruvien Art&Design und wie bist Du dazu gekommen?

Pati: Hinter Naruvien Art&Design stehe ich, Patricia Kahle, gerade die 30 angebrochen und voller Ideen und Projekte in allen möglichen Bereichen! Passionierte LARPerin, Gestalterin von Requisiten und Reise-Hai. Was als reines Hobby für mich begann, stellte sich schnell als Leidenschaft heraus und so kam auch relativ bald die Frage auf, ob eine Selbstständigkeit im Bereich „Requisitenbau mit thermoplastischen Werkstoffen“ nicht denkbar wäre. So habe ich nun also im Sommer 2015 mein Gewerbe angemeldet und baue u.a. auf Auftrag tolle, fantasievolle Gegenstände.

Fabian: Seit wann gibt es Dich, was machst Du hauptsächlich?

Pati: (lach) Also als Gewerbe gibt es „mich“ jetzt seit rund zwei Jahren; davor habe ich aber bereits 1,5 Jahre mit den Materialien gearbeitet und mich quasi darauf eingeschossen. Ich baue nicht nur leuchtende Gegenstände, sondern auch Rüstungsteile, Dekoration für daheim und natürlich jede Menge coole Accessoires für unser geliebtes Hobby.

Fabian: Gibt es ein Projekt für Mythodea, auf das Du besonders stolz bist?

Pati: Ich habe mich sehr gefreut, als das Prunkgeweih für den Laka-tain gepasst hat und diesen Charakter mit Körpermalerei und allem drumherum so lebendig hat werden lassen. Großgeweihe sind immer eine Herausforderung, dennoch mache ich sie gerne. Ansonsten bin ich stolz meinen ersten, sehr ordentlichen Schwertscheiden-Prototypen rein aus Thermoplasten hergestellt zu haben.

Fabian: Du bist ja auch als Spielerin schon länger dabei und inzwischen sogar Nyame des Südens. Wann warst Du das erste Mal auf dem ConQuest und was hast Du seitdem dort so gemacht?

Pati: Ich könnte jetzt viele spannende Geschichten erzählen… aber ich war 2006 zum ersten Mal auf dem ConQuest. Inzwischen bin ich natürlich fest im Süden angekommen und organisiere Siegel-Cons und habe viel Spaß mit dem Süden und Projekten die ich dort realisieren darf.

Fabian: Was siehst Du als die gegenwärtig wichtigste Entwicklung in Bezug auf LARP-Ausrüstung?

Thermoplaste werden ein immer großerer Teil und von immer größerer Relevanz im Fanatsy LARP, was auch mich oft vor neue Herausforderungen stellt, da die Ideen auch immer ausgefallener werden. Tatsächlich höre ich immer öfter, dass nach einem guten, leichten Material gesucht wird, welches trotzdem so gestaltet werden kann, dass es möglichst authentisch aussieht.

Fabian: Und wie stehst Du in Bezug auf das Thema „LARP wird immer teurer“, da die Individualität und der Detailgrad der Gewandungen immer hochwertiger und damit teurer werden? 

Pati: Ich find insbesondere am Anfang kann man nach wie vor sehr günstig in das Hobby einsteigen. Sich Sonderanfertigungen machen zu lassen, ist ja der eigene Wille etwas Außergewöhnliches besitzen oder darstellen zu wollen.

Fabian: Also erst einmal klein anfangen und nicht zu viel Geld in den ersten Charakter stecken?

Das finde ich gleich in welchem Hobby sinnvoll, wäre es doch Verschwendung, stellt man nach dem ersten Con fest, dass es nicht „sein“/“ihr“ Hobby ist. Ich versuche mit sehr fairen Preisen zu handeln, verstehe aber dennoch die Problematik, steht doch ein jeder LARP irgendwann z.B. vor der Wahl sich seine Kleidung bei einer Schneiderin oder einem Schneider machen zu lassen oder „von der Stange“ zu kaufen. 😉

 

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