Chroniken 2017 – Ein Rückblick

Edith, die vom Untod vereinnahmte Laka-tain.

Liest man auf Facebook etwas quer, so findet man eine Menge positive Kommentare über das Chroniken 2017. Böse Zungen behaupten ja, dass die freundlichen Stimmen nur daher kommen, dass man endlich mal nicht vier Tage am Stück nass geregnet wurde.

Aber vielleicht ist ja wirklich etwas dran und wir haben nach drei Jahren endlich die rote Linie für das Chroniken gefunden, nach der wir für das JDS fast sechs Jahre suchen mussten ;-).

Was lief gut, was nicht? 

Bevor wir kommenden Freitag mit der neuen Website ein paar Infos zum Chroniken 2018 veröffentlichen (der Ticket-Verkauf startet übrigens am 15. Mai, 12:00 wie immer ohne Gewähr), wollen wir Euch nicht vorenthalten, was wir selber als positiv bzw. negativ erlebt haben.

    • Das Essen in der Taverne wurde gut angenommen. Leider waren unsere Kapazitäten auf Grund des Geländes stark eingeschränkt was vor allem zu Beginn dazu führte, dass die leckersten Sachen immer sehr schnell weg waren. Wir würden hier gerne nächstes Jahr aufstocken, aber müssen dafür erst einmal die logistische Grundlage klären. Man darf gespannt bleiben!

Die Razash’dai Kal’hatras. Nur echt mit Apos’troph!

  • Wir nehmen uns das Feedback zum Thema „unsichtbare SL“ sehr zu Herzen und werden alle versuchen, nächstes Jahr etwas weniger auffällig in Spielszenen zu sein. Es war dieses Jahr zwar nicht dramatisch, aber jede SL ist eine OT Blase und das muss sie meistens nicht mitten im Spielgeschehen sein.
  • Unser Angebot, Eure PET-Pfandflaschen anzunehmen, wurde leider von einer Reihe von Spielern dazu genutzt, uns Müllsäcke unter zu jubeln, bei denen nur oben auf ein paar Pfandflaschen lagen. Das ist ehrlich gesagt ziemlich unverschämt und wird nächstes Jahr von uns stärker kontrolliert.

Das Letzte Banner in der Schlacht um die Zukunft der Hohld.

  • Wir haben uns total gefreut, dass dies das größte Chroniken bisher war und hoffen auf noch mehr Spieler und NSCs im nächsten Jahr. Natürlich werden wir dafür auch das SL Team vergrößern – durch drei Ausfälle und überraschend viele Conzahler waren wir dieses Jahr manntechnisch schon am Limit.
  • Das Feedback, der Plot wäre sehr flexibel, einsteigerfreundlich und an jedem Punkt beeinflussbar freut uns enorm. Genau das war das Ziel und soll es auch 2018 wieder sein.
  • Zuletzt und mit besonderer Betonung möchte ich auf völlig unakzeptables Kampfverhalten gegen unsere „Endgegner“ hinweisen. Da unsere lieblings NSCs keine Jammerlappen sind, werdet Ihr davon auf FB oder sonstwo vermutlich nichts hören, aber ich möchte es einmal klar aussprechen: schwere Nierenprellungen, angebrochene Rippen und ein wirklich großflächig violett-braun-grüner Körper ist kein Zustand, in dem ich meinen NSC nach dem Con zurück bekommen möchte! Nur weil er oder sie „das Böse“ ist, rechtfertigt dies nicht die teilweise absurde reale Gewalt, mit denen diesen Leuten im Spiel begegnet wurde. Besonders möchte ich hier den letzten Kampf Merth’yars in der Arena hervorheben, bei dem von vielen Leuten ohne irgend eine Art von OT Mäßigung auf den NSC eingdroschen wurde, dass man die Kernstab-auf-Knochen Einschläge noch 20 Meter entfern deutlich gehört hat. Das Überschreiten der Grenze LARP-Kampf / Körperverletzung ist natürlich immer ein Thema im LARP und kann jedem Teilnehmer in jedem einzelnen Gefecht passieren. Aber gerade bei unseren Lairds, dem Gesat oder Figuren wie Merth’yar ist es diesmal deutlich (!) zu häufig ausgeartet.

Ain Schwefelnieß unterliegt Merth’yar im Wettstreit der Ignis.

Was ist eigentlich passiert?

Kommen wir zurück zu dem, was im Spiel passiert ist. Es wurde ja schon vielfach (auch von uns) festgestellt, dass der Ausgang der Veranstaltung auch für uns sehr überraschend war und hierbei besonders stark auf Spieler Ideen eingegangen wurde. Von den insgesamt acht Hauptplot-Strängen endete genau einer auf eine Art, die im Plotbuch als Option erwähnt wurde. Alle anderen Enden wichen (teilweise enorm) von allem, was wir vorab vorbereitet oder angedacht hatten, ab. Aber so ist nunmal LARP und ein Plotbuch ist ein Setting und kein Drehbuch!

Dabei haben aber nicht nur die meisten Spieler nicht alle Ergebnisse und Entwicklungen mitbekommen, sondern auch die meisten SLs hatten am Sonntag nur noch „ihren“ Plotbereich im Blick und fragten am Ende „Wie ist eigentlich das und das ausgegangen?“. Für alle, die sich das ebenfalls wunderten, kommt hier eine kurze Zusammenfassung:

Die Arena wurde rund um die Uhr von Kämpfern aller Siegel und Fraktionen belebt.

(Diese Punkte sind teilweise nur verständlich, wenn man zumindest einen Teil des Plots vor Ort mitbekommen hat. Die vollständigen Geschichten hier nieder zu schreiben würde jeden Rahmen sprengen und ist auch nicht Sinn dieses Posts.)

  • Kundschafter im Bluttann.

    Xoros Labor Projektion (in Mitten des Ignis/Terra Lagers), vor zwei Jahren erschaffen, bildete sich langsam zurück. Es gelang knapp einen Großteil des Weltensteins in der Realität zu halten und auch zu nutzen.

  • Die Rechte Hand des Schwarzen Rabens, Ro’Kel-yn, versuchte Geschäfte mit einzelnen Gruppen oder Personen abzuschließen. Er wurde jedoch – genauso wie seine Begleiter – zur Strecke gebracht und erschlagen.
  • Das Herz des Gärtners wurde geborgen, vom Nechathon gereinigt und mit vier speziell dafür gezüchteten Setzlingen in Terras Leib zurück geführt.
  • Der Konflikt zwischen Laka-tain und Shir’tanaar konnte von keinem gewonnen werden; der Versuch Frieden zu stiften scheiterte ebenfalls.
  • Die Narech Tuloch konnten mit Hilfe der Siedler die Gräber reinigen und drei von ihnen erlernten neue Talente. Ob diese gegen Shir’tanaar oder auch Viinshar helfen ist noch unklar.
  • Es wurde Lares Eedorian aus dem Goldenen Reich (Südsiegel) als Mitray’kor der Stärke Terras gekürt. Zugleich errangen Cupa und Asamantes die Ehren der Mitray’kor Aeris (Wandel & Jagd). Der Streit der Elemente wurde darin gesteigert, dass Aeris sich nicht länger an die Beschränkung nur einen Mitray’kor zu haben, hält. Gegenwärtig haben Terra und Aqua einen, Ignis keinen und Aeris vier.
  • Merth’yar obsiegte über Ain Schwefelnieß dank des großen Opfers Esthaers. Ain verlor die Würden der Mitray’kor und die Liebe wurde fast vollständig aus den Aspekten Ignis verdrängt. Ains Leben war kurz davor zu vergehen als ihre Nyame Felicia ihr Amt opferte um es zu retten. Gemeinsam gelang es Ain und Felicia den letzten Funken des Jademeisters in Ains Körper zu bewahren.
  • Asamantes, Herr der Shir’tanaar.

    Mellesan, ehemals Herrin Kal’Hatras und Trägerin des Ahnmarks der Naldar, fiel durch die Taten Einzelner an die erneut erstarkende Leere. Das Ahnmark konnte jedoch, zumindest vorrübergehend, durch die Kräfte Ignis‘ vor größeren Schaden bewahrt werden. Die Aschekrone wurde von Noravelle aus dem Ostreich in einer Heldentat gefordert, errungen, gereinigt und an sich gebunden.

  • Aminaah hat weiter den Körper der Edalphi Yael in Besitz und ihre Rückkehr an der Spitze Kal’Hatras auf dem Konvent der Elemente angekündigt.
  • Merth’yar wurden alle bis auf einen Aspektsplitter (Schaffenskraft) verweigert wodurch er nicht Avatar werden konnte. Aus Rache an den Igniskindern verriet er in seinem letzten Moment die Elemente und schloss sich Laird Igraina of Barrenbay an.
  • Die Ignis Aspekte von Leidenschaft, Wärme, Rausch, Kampf, Herrschaft, Liebe, Zerstörung, Lust und Opferbereitschaft wurden den Akata übergeben mit dem Ziel, das Volk langfristig zu stärken. Die Aspekte Zorn und Gemeinschaft vergingen am Ende ungenutzt. Außerdem erhielten die Akata den Ignis Kern, welcher an der Arena errungen wurde.
  • Lhamarias Einfluss und Intrige wurde vollständig aufgelöst und ihr Einfluss zurück gedrängt. Das Grab des Ignis Mitray’kors der Ehre ist wieder geweiht. Die Ehre kehrte in den Ignis Pantheon zurück. In wie weit dies von Anfang an der Plan Esthaer de vo Canars hinter den Ereignissen rund um den Jadekrieg war, muss noch ergründet werden.

Lhamarias Hain, wo die Ehre Mitrasperas begraben lag.

  • Der Geist Assulas, einer Ouai aus alter Zeit.

    Einige Abenteurer versuchten, eine von Lingarth of Derrington in der Hohld verborgene Kriegskasse zu bergen aber scheiterten.

  • Die Gerüchte über Blut in den Bluttann-Bächen erwies sich entweder als Falschmeldung oder es war jemand Anderes schneller…
  • Der Wächterschwarm des Schwarzen Eises (XIV) hat regelmäßig seltsam anmutende Zeremonien abgehalten. Eine davon konnte gestört werden doch mehrere andere wurden scheinbar vollständig durchgeführt. Was ihr Zweck war blieb unklar.
  • Die Streiter des Westlichen Siegels konnten erfolgreich dem Untod einen Hinterhalt legen und für ihren Krieg auf dem Südkontinent relevante Dokumente sichern.
  • Die Ouai aus alter Zeit, Assula, wurde mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und erlöst.
  • Die Mitray’kor der Weisheit, Miriel, konnte von ihrem Goldenen Band zu Merth’yar gerade noch rechtzeitig erlöst werden. Die Voykia Geister wurden von Vielen mit Spannung beobachtet, es war jedoch niemand willens (oder fähig) den Weg der Musen zu beschreiten.
  • Das Netz der Hags sowie ihre Hütte nahe Lhamarias Hain wurden vollständig zerstört.
  • Die Xian Aeris wurde erfolgreich repariert. Die Xian Ignis wurden von Theyben errungen aber noch nicht gebunden.
  • An der Arena konnte der Kern Aeris errungen werden – er wurde den Naldar übergeben. Auch der Kern Aquas wurde erobert und an die Mitray’kor Miriel übergeben.
  • Die Anhänger Cerennas erschufen für sie einen Urr’katum Speicher auf der Zwischenebene und acht Streitern gelang es, ihre Klingen damit zu verbinden. Cerenna wurde während dieses Prozesses von ihrem sterblichen Körper befreit und wacht nun aus den Sphaeren über die Träger und alle Aeris Kinder.
  • Ein Bote erreichte die Siedler von der Weltenschmiede und berichtete, dass diese gefallen sei und alle dort erschlagen wurden. Die Urzweifler hatten es geschafft den Verteidigern in den Rücken zu fallen und sind jetzt im Besitz des Kristallportals und der Weltenschmiede. Lho’sinya Felstau, Stimme des Weltenrates aus Blüthental, ist heldenhaft bei der Verteidigung
    der Weltenschmiede gefallen.
  • Mit den Urzweiflern kehrten auch die alten Lairdoms zurück. Flowerfield und Barrenbay erschienen mit kleinen Eliteeinheiten auch in der  Hohld. Laird Igraina selbst griff in die Kämpfe ein.
  • Es verdichteten sich die

    Die Pestilenz war stark im Bluttann.

    Gerüchte, die Knochenkönigin würde von ihrer Tochter Rakasha in Katakomben unter den Ruinen von Doerchgardt versteckt, während sie sich weiter von dem Attentat vor vier Jahren erholte. Man entschied sich aber dagegen, mit Hilfe des Aeris Portals einen Stoßtrupp dorthin zu schicken. Angeblich sahen einige wenige der Siedler, welche während der vorran gehenden Schlachten engeren Kontakt mit Laird Igraina hatten, wie diese in der Nacht nach ihrer Rückkehr nach Mythodea die Knochenkönigin fand. Was hier genau geschah wurde jedoch auf unterschiedlichste Art interpretiert.

  • Vergils Universelle Waffe, auf welche man seit drei Jahren hinarbeitete, und welche sowohl für Asamantes, Merth’yar, Xoros und Cerenna von höchstem Interesse war, wurde vervollständigt und die Kontrolle darüber ging in die Hände der Siedler über (und damit an keinen der vier zuvor genannten!). Die Waffe wurde fertig gestellt, jedoch nicht mit elementarer Kraft geladen. Am Ende verlor man sie erneut an den Aarenklamm, da der letzte Plan – aus der Waffe ein Leuchtfeuer für Frieden und Einigkeit zu erschaffen – aus Uneinigkeit unter den Spielern scheiterte.

Zu Besuch bei den Hags im Wald.

Ich hoffe Euch einen kleinen Überblick verschafft zu haben und freue mich schon auf die Planungen zu nächstem Jahr. Ursprünglich war das Chroniken ja als Dreiteiler angedacht und ab 2018 wollten wir eine neue Story starten. Durch die völlig unerwarteten Spieleraktionen dieses Jahr haben wir uns jedoch entschieden, eine „Vierteilige Trilogie“ zu machen, da zu viele Geschichten noch offen sind und von Euch noch so viel über die Hohld, den Bluttann, den Aarenklamm und das Letzte Banner heraus gefunden werden kann.

In diesem Sinne: Wir sehen uns auf Mythodea – zuerst auf dem Konvent und dann an der Weltenschmiede!

Mein Ahnmark ist bei der Leere? Immer mehr meiner Geschwister werden zu blutrünstigen Jägern? Und wir haben eine neue Göttin/Vorfahrin die will, dass wir alles vernichten was von den Alten Herrschern übrig ist? Ich glaub ich brauch erstmal eine Auszeit mit Aeris…

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