Fourage (Teil 1 von 2)

Ohne Nachschub ist keine Armee tapfer. – Friedrich II. der Große

Vermutlich haben einige von euch bereits im Lauf des letzten Jahres von dem Wort Fourage gehört, den meisten jedoch wird das Konzept neu sein; den letzteren soll dieser Text ein wenig Licht ins Dunkel bringen, und ein neues Spielangebot für das kommende ConQuest 2016 ankündigen:

Das Setting

Zum dritten Mal marschieren wir nun mit einem großen Heerzug in eine feindliche Welt, in der wir uns mehrere Tage lang aufhalten. Das Spiel beginnt in einem ’soeben aufgestellten‘ Heerlager mitten in Feindesland, und endet, kurz bevor wir unsere Befestigungen abbrechen und zurück durch das Portal in die Heimat aufbrechen.

Der wirklich kraftraubende Teil, der Anmarsch sowie Rückzug dieses Heerzuges mit Gepäck, Ausrüstung und Versorgung bleibt Teil unserer Vorstellungskraft (was dank mehrtägigem Auf- und Abbau des ConQuest gar nicht so schwerfallen mag).

soldner_tross

Fourage? Fouragieren? Foura..wiebitte!?

„Fouragieren“ bedeutete ursprünglich die Angewohnheit marschierender Truppen,  nahe gelegene Dörfer, Felder und Städte zu “besuchen” und sich aus diesen selbst zu versorgen.

Eine Methode, die wir auf dem ConQuest nicht wirklich gut darstellen können. Out-time nicht, weil es Diebstahl wäre und in-time nicht weil die Welt, durch die wir marschieren, viel zu wenig hergibt.

Wir müssen uns folglich den Nachschub sprich die Fourage selbst mitbringen. Der Begriff umfasst dabei jegliche Art von beweglichen Gütern, die auf einem Heerzug benötigt werden, also Nahrungsmittel, Feuerholz, Waffen, usw.

SackWie habe ich mir diese „Fourage“ konkret vorzustellen?

Dargestellt wird die Fourage durch gefüllte Jutesäcke, die mit einem „Fourage“-Schriftzug sowie der Kategorie des Inhalts gekennzeichnet sind.

So befindet sich beispielsweise in einem mit „Verpflegung“ gekennzeichnetem Fourage-Sack genau das, was ihr heute für das Mittagessen geplant habt, oder im  “Rohstoffe”-Fouragesack befinden sich – Ignis sei Dank – genügend Kerzen und Fackeln zur Beleuchtung eures Lagers, oder vielleicht die dringend notwendigen Verbände für die Heiler und Feldscher? Pfeile und Bolzen! Wenn ihr denn in der Schlacht euren Köcher leer geschossen habt, dann wird es vielleicht Zeit, eure Vorräte durch einen „Munition“-Sack wieder aufzufüllen?

Fourage ist sozusagen ein abstrakter Wert, der seinen wirklichen Wert dadurch erlangt, das ihr ihn in das tatsächlich existierende (OT vorhandene) Gut umwandelt.

GesuchtPsst! Nicht weitersagen! Aber...
sollte dein Charakter diebisch veranlagt sein, dann hast du vermutlich jetzt schon ein breites Grinsen im Gesicht, denn das System wird dir ermöglichen, in-time  wertvolle (aber outtime nicht so wertvolle) Gegenstände besitztechnisch umzuverlagern und weiter zu veräussern. Aber Vorsicht! Wer anderen die Wurst vom Teller oder kriegswichtige Munition diebt, der sollte sich möglicher Konsequenzen bewusst sein!
Wie soll diese Fourage denn genau funktionieren?

Da das Heer auf dem Marsch kampfbereit bleiben muss, muss es natürlich eine Institution geben, die sicherstellt, dass die Fourage sicher transportiert und verwaltet wird. Hierfür wurde im letzten Jahr eine Trossmeisterin gewählt, die nun in Zusammenarbeit mit den Gilden, Handwerkern und Händlern im Banner des Trosses den Nachschub der Armee umsorgt.

Die transportierten Fouragesäcke werden von der Trossmeisterei versiegelt und ihr werdet die Möglichkeit haben, euren eigenen vorbereiteten Nachschub aus dem Tross abzuholen oder liefern zu lassen oder gänzlich neue Fourage dort vor Ort zu erstehen.

Um diese Fourage im Spiel zu nutzen, müsst ihr dann das Siegel des Trossmeisters zerbrechen. Der Fouragesack wird somit entwertet und ist „ausgeleert“. Im Folgenden wird es verschiedene Wege geben, die entwertete Fourage wieder zurück ins Spiel zu bringen und es entsteht ein Kreislauf.

Wo ist der Haken? 

Tja…ohne euer Engagement wird es nicht gehen…:)

Wenn ihr Teil des Fourage-Systems werden wollt, so solltet ihr oder eure Gruppe entsprechende Säcke (eine genaue Beschreibung folgt noch) vorbereiten und vor dem Time-In an einer Sammelstelle abgeben.

In-time habt ihr den Nachschub eurer Gruppe den Transporteuren des Trosses in die Verantwortung gegeben; Die Trossmeisterei händigt euch für diese Säcke Bezugsscheine aus, und schon seid ihr im Spiel.

Sicherlich wird es auch die Möglichkeit geben ohne eigene vorbereitete Säcke an Fourage zu kommen, aber angesichts der Menge an Spielern wird dies deutlich schwieriger sein.

 

Und wenn ich gar keine Lust auf dieses System habe?

Mit der Fourage möchten wir euch einen Ansatz dafür bieten, das alltägliche Leben im Heerzug zu bespielen. Es ist ein freiwilliges Spielangebot; keiner wird gezwungen, es zu nutzen.

Es ist eure Entscheidung, ob und wie tief ihr euch mit dem Thema Nachschub in einer fremden Welt belasten wollt. Für einige ist es eine tolle Herausforderung, Brennholz, Verpflegung oder andere Dinge in-time zu organisieren, andere möchten ihr Spiel lieber auf andere Aspekte fokussieren und sich keine Gedanken darüber machen. Beides ist legitim.  🙂

 

Soviel erst einmal zur Fourage als Spielkonzept

Das genaue Regelwerk werden wir in einem eigenen Blog und auch als Handout veröffentlichen. Erwarten könnt ihr diese Informationen kurz vor dem Jenseits der Siegel, also noch in diesem Monat.

Eine erste Übersicht findet ihr schonmal hier:

fourage

 

Es wird bis zum ConQuest 2016 genügend Zeit verbleiben, sich vorzubereiten.

Wir freuen uns auf euer Feedback, damit wir das Fourage-Spielkonzept weiter verbessern und so ausbauen können, dass ihr damit Spaß im Spiel haben werdet.

Okko
(Für das Plot-Team und die Heereswacht)

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5 Gedanken zu “Fourage (Teil 1 von 2)

  1. Ich finde das eine ausgezeichnete Idee und bin vom Erfolg überzeugt… Immerhin hab ich Gerüchten zufolge schon von einem fourage sacke voll mit Gold gehört 😂😂😂😂

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