Denkmuster

Jeder Mensch hat Erfahrungen, Emotionen und „Wahrheiten“, die sein Leben und Denken beeinflussen. Dies ermöglicht uns Meinungen zu bilden und sie zu untermauern. Sie erleichtern uns im allgemeinen das Leben, da wir nicht jede Gegebenheit neu komplett überdenken müssen. So sind unsere Denkmuster und Lösungsansätze großteils ritualisiert.

Bildschirmfoto 2014-04-09 um 10.32.04Wenn wir über etwas nachdenken folgt jeder Mensch einem gewissen Muster, löst eine Frage- oder Problemstellung aufgrund seiner persönlichen Lebenserfahrung deswegen ab dem Erwachsenenalter immer sehr ähnlich.

Und was hat das jetzt mit Larp und dem ConQuest zu tun? Eine Erkenntnis, die mich ereilte und die ich mit mehreren Geschehnissen verknüpft habe. (Meine Art des Denkens also ;-))

  • Erkenntnis 1: Letztens hatte ich Besuch von einer Spielerin, die die meisten Plotschreiber kennt. Sie erzählte mir, dass sie Plots den Schreibern zuordnen kann, allein dadurch dass sie sie spielt oder davon erzählt bekommt. Sie meinte der Aufbau und die Lösungsmöglichkeiten innerhalb des Plots, sowie die verwendeten Materialien oder NSC lassen auf entsprechende Personen schließen. Dadurch, dass sie dies erkennen kann, weiß sie oft schon wie der ganze Plotstrang zu lösen sei. Das führt dazu, dass sie selbst kein Plotspiel mehr betreibt.
  • Erkenntnis 2: Wir schreiben im Team einen Plot oder ein Setting, und treffen irgendwann auf  Probleme. Je komplexer das Problem, desto komplizierter wird auch die Problemfindung. Wenn es zu komplex wird, dann wird auch mal eine Begründung „an den Haaren herbei gezogen“: Doch was wir vergessen ist, dass viele unserer gerade geschaffenen „Realitäten“ oder „gegebene Tatsachen und Notwendigkeiten“, nicht das sind wofür wir sie halten. Sie sind nur selbst auferlegt. Teilweise erschaffen wir eine Realität, um eine Problemlösung die uns nicht gefällt. (Lösung dafür wird inzwischen häufiger praktiziert: Alles auf Anfang!)
  • Erkenntnis 3: Warum muss mein Plot eigentlich immer soundso aufgebaut sein? Warum enthält er immer bestimmte wiederkehrende Komponenten? Egal wer ihn schreibt? Auch wenn ein neuer Autor kommt, man ihn unbeeinflusst lässt: Wieso kommt er auf die gleichen Ideen und Lösungen wie jemand anders schon vor Jahren?

Dann sah ich eine Doku, „Das automatische Gehirn“ der öffentlich-rechtlichen. Ein Hirnforscher aus Sydney, Allan Snyder, macht interessante Experimente zum Thema Kreativität und Unterbewusstsein. Dazu nutzte er einfache Streichholz-Experimente. Die Doku ist allgemein sehr interessant, doch wer direkt zum passenden Ausschnitt möchte findet ihn ab Minute 24:50

http://www.planet-schule.de/sf/filme-online.php?first_tray=42&film=8787

 

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