Das große Fressen

Koch selbst du Sau!

Im Live Adventure Forum kam das Thema auf, was man denn so auf einer Con kochen kann. Daraus wiederum entstand die Diskussion darüber, was sich denn an Utensilien am besten eigenen würde und welche Gerichte überhaupt möglich sind.
Man kennt es ja, wenn man auf eine Con fährt, will man möglichst schnell und einfach kochen. Da greift man schnell zu Grillfleisch und Dosenfutter. Damit hat man nicht viel zu tun und wird trotzdem satt. Naja, zumindest mehr oder weniger….
Aber mal ehrlich, 5 Tage Grillfleisch und Dosenkrams sind weder sehr ausgeglichen, noch auf Dauer geschmackvoll. Also lasst uns die Mission „Mehr Abwechslung in der ConKüche“ in Angriff nehmen.

Heute möchte ich diesen Blogeintrag dem Frühstück widmen.
Das Frühstück ist meiner Meinung nach die wichtigste Mahlzeit am Tag. Es erleichtert uns das aufstehen und sorgt für ein allgemeines Wohlbefinden bereits in den frühen Morgenstunden.
Was die Getränke angeht, ist hier eigentlich so ziemlich alles möglich. Von Tee, über Kaffee, bis hin zu den Kaltgetränken kann man eigentlich alles auf den Tisch bringen.
Bei den folgenden Rezepten gehe ich davon aus, dass ein nutzbarer Grill oder eine geeignete Feuerstelle vorhanden ist.

Kümmern wir uns nun also um das Essen:

Variante I (Mengenangaben pro Person):

Bacon mit Rührei a la Smuutje, dazu reichen wir ein Stück Fladenbrot mit Käse/Wurst.
Bacon in einer heißen Pfanne anbraten (schmeckt auch abgekühlt lecker). Brot mit Käse/Wurst kann ebenfalls schon vorbereitet werden.
Für das Rührei brauchen wir
– eine Pfanne
– einen Pfannenwender
– eine Rührschüssel
– Schneebesen
– ein scharfes Messer
– Teller/Brettchen
– ein kleines Stück Butter oder Margarine
– 2-3 Eier
– einen Schuss Milch
– Salz, Pfeffer, Paprika
– 1/4 Zwiebel
– gehackter Schnittlauch/Petersilie
– ein paar Cherry-Tomaten
Tomaten und Zwiebel klein schnibbeln. Dann die Eier aufschlagen und  kurz mit dem Rührbesen verquirlen. Einen Schuss Milch hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.
Restliche Zutaten (bis auf die Butter/Margarine) hinzufügen und alles mit einander verrühren. Nun die Butter/Margarine in der Pfanne erhitzen. Und dann ab in die Pfanne mit der Eiermasse.
Zu guter Letzt die Pfanne mit dem Rührei, je nach gewünschter Festigkeit, vom Feuer/Glut nehmen und ein leckeres Frühstück genießen.

Variante II (1 Portion reicht für 2-3 Personen):

 Pfannkuchen, die eigentlich Kaiserschmarrn sind, aber nur weil heute Samstag ist und LA angebliche eine Sonderregel eingeführt hat…
Wir brauchen:
– 1/4l Milch
– 100g Mehl
– 4 Eier
– eine Prise Salz
– etwas Öl
– eine Pfanne
– einen Pfannenwender
– eine Rührschüssel
– ein Schneebesen
– ein Schöpflöffel
– Puderzucker oder Apfelkompott.
Die Eier aufschlagen, Milch hinzufügen und mit dem Schneebesen schaumig schlagen. Mehl und Salz hinzufügen und solange mit dem Schneebesen schlagen, bis das Mehl vollständig mit der Masse gebunden ist und sich erneut Schaum auf der Oberfläche gebildet hat. Den Teig kurz stehen lassen und während dessen das Öl in der Pfanne erhitzen.
Mit dem Schöpflöffel den Teig nochmal kurz durchrühren, dann einen Schöpflöffel voll Teig in die Pfanne geben, so dass der Boden der Pfanne gut bedeckt ist. Wenn sich der Pfannkuchen vollständig vom Pfannenboden löst ist er soweit angebraten, das man ihn ohne Probleme mit dem Pfannenwender umdrehen kann. Sobald auch die zweite Seite des Pfannkuchens angebraten ist den Pfannkuchen mit dem Pfannenwender in kleine Stücke „schneiden“. Auf den Teller geben und das ganze mit Puderzucker oder Apfelkompott garnieren.

TIPP: Woher weiß man das die Pfanne heiß ist? Nein, ihr sollt nicht den Finger reinstecken!!
Wenn ihr einen Holzlöffel oder Holzpfannenwender benutzt, dann müsst ihr einfach ein Ende davon in das Öl halten. Wenn sich dort kleine Bläschen bilden ist das Öl heiß.

Variante III => ca. für 6 Personen:

Pesto a la Söldner (Ein Rezept eines guten Freundes, welches er mir freundlicher Weise zur Verfügung gestellt hat. Danke Großer! )

– 10 Knoblauchzehen
– 2 Beuten Pistazienkerne (wenn gesalzen, bitte später mit den nachwürzen vorsichtig sein)
– 10 Esslöffel Parmesankäse
– Basilikum (oder Petersilie + Schnittlauch)
– Olivenöl
– Pfeffer und Salz
– scharfes Messer
– Brettchen
– Mörser (alternativ Gefrierbeute+Nudelholz)
– Schüssel
– Brot
Die Pistatienkerne schälen. Es ist hilfreich sich hier mit einem Essmesser zu behelfen und die meist schon leicht geöffneten Kerne damit aufzuhebeln. Eure Fingernägel werden es euch danken.
Wer keinen Mörser hat oder einfach schneller als mit Mörser sein möchte tue folgendes:
Die geschälten Pinienkerne in einen Gefrierbeutel. Die Tüte und Kerne flach auf festem Untergrund, in der Tüte ausbreiten und mit dem Nudelholz drauf kloppen bis die Kerne in kleine Stücke gebrochen sind. Die Kerne müssen nicht pulverisiert werden.
Wenn man das getan hat, ist der Großteil der Arbeit bereits getan. Danach wird der Parmesankäse mit den zerstoßenen Kernen vermengt.

Anschließend werden die Kräuter hinzugefügt. Basilikum schmeckt mediterraner als die Kombination von Petersilie und Schnittlauch. Petersilie und Schnittlauch schmecken wiederum etwas leichter auf der Zunge. Andere Kräuter sind aber ebenso möglich.
Der Knoblauch wird klein geschnitten und mit etwas Olivenöl unter gerührt. an dieser Stelle lieber etwas sparsamer mit dem Öl sein, damit die Pesto nicht matschig und flüssig wird.
Ansonsten heißt es rühren, rühren, rühren. Nachgießen falls es doch zu wenig Öl ist kann man immer noch. Nun noch ein bisschen mit Salz und Pfeffer abschmecken, FERTIG.

TIPP: Durch frische Zutaten ist die Pesto bereits gut gewürzt und muss fast bzw. gar nicht abgeschmeckt werden. Wer kein Fan von Knoblauch ist kann diesen auch ganz weglassen. Das schmeckt ebenfalls sehr lecker.
Die Pesto kann man gut zu Hause vorbereiten. So lässt sich ein bisserl Arbeit auf der Con vermeiden 😉
Pesto ist kein Standard-Frühstücksbrot-Aufstrich. Sie wird meistens zu Nudeln oder als Vorspeise auf Brot gegessen (Aber zum Frühstück schmeckts trotzdem 😉 )

In diesem Sinne wünsche ich GUTEN APPETIT und einen schönen Start in den Tag.

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15 Gedanken zu “Das große Fressen

  1. Pingback: Das große Fressen « SeventhDice – Fantasy SciFi RPG LARP Blog

    • Hi Serafina!
      Es gibt mehrere Möglichkeiten. Das einfachste ist wahrscheinlich, wenn man die Eier vor Ort. Der Supermarkt der in den letzten Jahren auf dem CoM hat auch Bestellungen angenommen. Oder man fährt ein paar Kilometer weiter in den nächsten Ort und geht dort in den Supermarkt.
      Wenn ihr mit dem Autofahrt, dann kann man die Eier in den normalen geschlossenen Eierkartons gut in Kisten oder direkt im Fußraum des Rücksitzes verstauen. Klar, man muss vorsichtig sein, aber so lange man nichts schweres direkt auf die Eier legt ist das eigentlich kein Problem.

      LG

      Maike

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    • IKEA – Woks eignen sich hervorragend. Die kosten fast nichts, und man kann sie dirket aufs Feuerstellen, bzw. sogar Feuer drin machen, also quasi als Grill nutzen.

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  2. Arghs… nu hat sich da doch glatt ein Fehler eingeschlichen:

    Es sind natürlich bei der Pesto geschälte PISTAZIENKERNE die zerstückelt werden, anstatt der Pinienkerne…
    In der Zutatenliste stehts richtig drin, aber net im Rezepttext 😉

    *schuld auf den Söldner schieb* er wars 😛

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  3. hatte vergessen
    auf nen Baguette Pesto drauf, dann eingelegte getrocknete Tomate und nen Parmesanhobel druff.

    im Text steht was von Pinienkernen, ist zwar klassisch aber teuer. Nehmt wie in der Zutatenliste Pistatie.

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  4. Variante 3 Pesto

    hab ich doch gerne gemacht Maike.
    Wer die testen möchte, probiert ne weile rum bis euch die Mischung schmeckt. Verändert die Mengen, viel Spaß und guten Appetit.

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  5. Frühstück auf nem Con ?

    Bei uns hatte jeder ne Schüssel dabei, einfach Müsli rein und ein paar Früchte reingeschnippelt (Apfel, Banane, Kiwi, oder auch Rosinen) Fertig. Gesund und macht satt.

    Aber wenn jemand im Lager sowas wie oben kocht, finde ich das natürlich super, wenn ich mitessen kann…

    Jens

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    • Na das is ne gute Grundlage, kann aber ohne viel Aufwand noch viel besser werden:

      Pampf (10-15 Personen oder 1m Mauer zumörteln)
      – 1 kg Haferflocken, die weichen
      – 2 PK Milch und Wasser (muss immer wieder nachgefüllt werden, dass es net anbäckt)
      – Zucker und Honig nach Geschmack
      – 2 Prisen Salz
      – 2 Pk Rosinen
      – 3 Pk gehackte Nüsse (Hasel, Wal, Mandeln)
      – Obst: wir hatten 2 Bananen, 4 Äpfel und 2 Nektarinen, Birnen machen sich aber auch recht gut
      – Wenn mans sichs voll geben will, dann zum Schluss noch 2 Pk Sahne dazu, damits auch ja net zu wenig Kalorien sind

      Das ganze in nen Topf rein und ab über’s Feuer. Schmeckt super, stärkt für die nächsten Stunden und hält auch als Kleister oder Mörtel her, sollte die Burgmauer ein loch haben.

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  6. 1. Schneebesen kannst du dir sparen, Gabel zum Verschlagen reicht auch.
    2. Kaiserschmarrn ohne Rosinen ist eine Sünde.
    3. Wer steht eigentlich auf und bereitet das ganze vor?
    4. Gibts da wen zu mieten?

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    • hi Tina!

      zu 1. Ja, Gabel reicht, Schneebesen machts aber fluffiger 😉
      zu 2. Nein ists nicht, wenn man Rosinen nur in Bontjesoup mag *g*… ich steh mit den Dingern echt auf Kriegsfuß
      zu 3. Alle Frühstücks Gerichte brauchen wenig Zeit und es hört sich alles nach mehr Aufwand an als es im Endeffekt ist. Ehrlich, ich stand aufm JdS selbst in der „Küche“ und habs ausprobiert.
      zu 4. Hier verweise ich mal auf den Untertitel des Blogbeitrags… „Koch selbst du Sau“ 😀

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    • Und heißt es nicht deshalb Rührei, weil man es in der Pfanne ständig rühren muss? Sonst wird es ein Omelette. Rührei ist fertig, wenn es noch ganz leicht glänzt. Das zerkrümelte, trockene Zeug, was man oft serviert bekommt, lässt sich auch essen, schmeckt aber nicht so gut…

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