Der Rücktritt des Herrn Vito Benz

Fünf Jahre lang bekleidete Herr Vito Benz das Amt des Transportbeauftragten. Ständig konzentriert auf seine Hauptaufgabe, erfüllte er alle in Ihm gesetzten Ansprüche mehr als zufriedenstellend. Egal ob längerfristige Auslandseinsätze oder kurzfristige Besorgungsfahrten, Herr Benz machte stets eine gute Figur auf dem Asphaltparkett. Doch vor kurzem wurden Details aus dem Privatleben von Herrn Benz bekannt. Er soll über einen längeren Zeitraum hinweg gravierende Mängel arglistig verschwiegen haben. Die schweren Vorwürfe der bewussten Täuschung  zwangen Herrn Benz letztenendes dazu, sein Amt als Transportbeauftragter niederzulegen. Er sei am Ende seiner Kräfte, offenbarte der sichtlich Angeschlagene der Redaktion. Umfragen zu Folge stehen jedoch noch 74 % der Belegschaft hinter Herrn Vito und bedauern den Schritt zum Rücktritt. „Auch wenn er die vielen Roststellen auf Grund seines sonst so markellos erscheinenden Äußeren verschwiegen hat, ist das noch lange keine Grund seinen Hut zu nehmen!“ sagt Frau F. aus G.

Die Belegschaft beim großen Salut für Herrn Vito Benz

Trotz des großen Rückhalts bei den Angestellten, entschied sich die Unternehmensleitung das Rücktrittsgesuch von Herrn Benz anzunehmen und entließ Ihn heute Vormittag ehrenhaft seines Amtes. Die Belegschaft zollte Ihm mit einen großen Salut den letzten Respekt. Trotz zahlreicher Spekulationen ist eine Rückkehr des ehemaligen Transportbeauftragten in sein Amt mehr als unwahrscheinlich. Wie Unternehmenskreise durchblicken ließen, ist bereits ein Nachfolger im Gespräch. Der Name ist der Redaktion allerdings bisher noch nicht bekannt.

Besonders ergreifend war der persönliche Abschied der beiden engsten Mitarbeiter von Herrn Benz, von denen man behauptet, die vielen erfolgreichen Projekte im Hintergrund gesteuert zu haben.

Abschied der engsten Mitarbeiter von Herrn Benz

Auch die Redaktion bedauert zu einem gewissen Teil den Rücktritt, der nicht ganz ohne ihr Mitwirken erzwungen wurde. Dennoch vertritt sie die Meinung, dass vorsätzliche Täuschung, egal welche Leistungen sonst erbracht wurden, zwingend zu einem Niederlegen der gegenwertigen Tätigkeit führen muss.

Vielleicht findet Herr Vito Benz in einem neuen Unternehmen seine Platz. Zum Abschied versicherte er immerhin, er werde den Fall einer ordentlichen Prüfungskommission zur Revision vorlegen, die dann darüber entscheiden soll, ober er weiterhin tauglich wäre ein vergleichbares Amt auszuführen oder er seine Karriere für immer beenden muss.

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6 Gedanken zu “Der Rücktritt des Herrn Vito Benz

  1. Ein Rücktritt war unabdingbar. Wer sich durch eine gefälschte Identität mit einem Namen schmückt und sich damit die Liebe vieler hundert Frauen sichern will, darf nichts anderes erwarten, als früher oder später von dem einzig wahren Vito verdrängt und von seinem Amt enthoben zu werden.
    Titelfälschung muss geahndet werden.

    Mit freundlichen Füßen,
    Vito

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  2. Ich bin entsetzt und bestürzt zugleich!

    Da hat sich endlich einmal eine solch schillernde Persönlichkeit etabliert wie Herr Benz und schon wird eine – ja ich komme nicht umhin es so zu nennen – Schmutzkampagne wegen angeblich „arglistig verschwiegener gravierender Mängel“ in Gang gesetzt. Das hört sich doch sehr nach blankem Neid wegen Herrn Benz „gelacktem“ Auftreten an. Herr Benz hat doch äußerst glaubhaft dargestellt, dass er zwar „Fehler gemacht“, jedoch nie „bewusst getäuscht“ habe. Gerüchten zufolge seien die Mängel über einen Zeitraum von etwa sieben Jahren neben seiner Tätigkeit, die er in „mühevollster Kleinstarbeit“ gewissenhaft ausgeübt hat, aufgetreten. Schließlich wurde Herr Benz ja nicht auf Grund von Details aus seinem Privatleben mit dem Amt betraut, sondern wegen seiner Fähigkeiten im Transportwesen! Das Ergebnis dieser Prüfungskommission scheint doch aufgrund des unfassbar großen medialen Drucks bereits vorgezeichnet.

    Übrigens: Der Vollständigkeit halber möchte ich darauf hinweisen, dass laut Angabe einer großen deutschen Boulevard-Zeitungt die Zustimmung für Herrn Benz etwa 87 % beträgt. 😉

    Auch gibt es kaum jemanden, der das verantwortungsvolle AUßEN-Amt von Herrn Benz adäquat ausfüllen könnte. Wahrscheinlich übernimmt das dann wohl jemand aus dem INNENdienst. De Maiziere dürft ihr dann selbst auslöffeln, liebe Redaktion!

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  3. Zeit wars! Eine Frechheit was der Herr Benz da hingelegt hat. Eine Schande für die unzähligen Transportbeauftragten, deren Anstellungen in ganz Deutschland jetzt kritisch beäugt werden, obwohl sich (die meisten von ihnen) nichts zu Schulden haben kommen lassen. Ich werde Herrn Benz nicht vermissen, weder seine nicht vorhandene Federung noch sein „anwenderfreundliche“ Innenraumgestaltungs-Angebot…

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  4. Lieber Herr Benz,

    ich zähle zwar nicht zu Ihren engsten Mitarbeitern, jedoch habe ich die Zusammenarbeit mit Ihnen stets genossen. In schweren Zeiten fuhren Sie immer zur Seite und nahmen einem die ein oder andere Last ab.
    Auch wenn man über kleine Differenzen hinwegsehen muss (Zitat: „wo zur Hölle ist hier die sch… Handbremse“), so wird es Ihr Nachfolger nicht leichter haben.

    In diesem Sinne, ein verabschiedendes HUP HUP.

    Ihre Susi B. aus R.

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