Fraktionswechsel

Quelle: www.wow-europe.com

Ach wenn es im echten Leben doch manchmal nur so leicht wäre wie in Computerspielen. So ein Fraktionswechsel hätte schon etwas an sich. Da ist dann die „Charakter Rundumanpassung inklusive Name, Aussehen und Geschlecht“ gleich inklusive. Ok… letzteres brauch ich jetzt nicht unbedingt, aber manchmal wünscht sich glaub ich jeder, die Welt mal durch die Augen der „anderen Seite“ zu sehen.

Der geneigte Leser dieser Zeilen mag sich jetzt natürlich fragen „Häääähh? Wat brabbelt der da von Fraktionswechsel? Geht‘s hier um ConQuest gegen Drachenfest oder wie?“. Doch weit gefehlt, ich schreibe über Fraktionen, bei denen die „kommerziellen Veranstalter von Groß-LARP-Events“ auf der einen Seite stehen und Kritiker dieser Entwicklung auf der anderen.

Ja, ich bin parteiisch. Und ja, das wird man in meinen zukünftigen Blogeinträgen durchaus mal zwischen den Zeilen lesen können. Aber ich möchte nicht parteiisch sein. Und obwohl ich (manchmal) weiß, woher die Nörgler ihren Frust haben (und ich Teil eines Teams bin, die mit zu diesem Frust beigetragen haben) und obwohl mir klar ist, dass die Kritik sehr oft gerechtfertigt und – objektiv betrachtet – nachvollziehbar ist, so bin ich dennoch fest in meiner Fraktion verankert. Es stellen sich alle Nackenhaare auf wenn jemand anfängt über bestimmte Themen zu diskutieren oder alte Vorurteile aufzuwärmen. Und gleichzeitig merke ich, wie ich mindestens genauso viele Vorurteile selber kultiviere…

In World of Warcraft zahlt man einmal ein paar Euros und schon sieht man die Welt mit den Augen der anderen Seite. In der Realität ist das nicht so leicht. Oder vielleicht doch? Ein guter und alter Freund von mir, mit dem ich schon irgendwann in den 90ern Cons veranstaltet habe gibt jedenfalls nicht auf, mir ständig den Spiegel vorzuhalten. „Ihr ConQuest Leute habt einen derartigen Scheuklappen-Blick, das ist echt anstrengend!“ meint er dann meistens und erklärt mir, warum die Nörgler und Besserwi…. ich meine: Netten Menschen aus der anderen Fraktion eigentlich Recht haben und wir mal wieder zu arrogant waren um es zu sehen – geschweige denn zuzugeben.

Ich bin dann meistens erst mal recht beratungsresistent. Schließlich muss ich doch treu zu meiner Fraktion stehen, oder? Aber hin und wieder schafft er es dann scheinbar doch, mich ins Grübeln zu bringen und vielleicht kommt zeitweise auch was Sinnvolles bei raus. Immerhin muss ich für seine Ratschläge auch keine 20 Euro löhnen.

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Ein Gedanke zu “Fraktionswechsel

  1. Statler: „Buhh!“

    Waldorf: „Genau! Hier wird nur nach Rechtfertigungen gesucht.“

    Statler: „Der Autor will nur seine Hände rein waschen um danach zum rethorischen Rundumschlag auszuholen! Eine ganz billige Tour ist das!“

    Waldorf: „Wenn das mal kein Nachspiel hat. Was ist eigentlich dieses WoW?“

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